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Langenfeld/Monheim
Die Zahl der Firmenpleiten geht weiter zurück

Langenfeld/Monheim. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform nennt für Langenfeld und Monheim einen Zuwachs an Gewerbebetrieben.

Gutes Personal wird von der Wirtschaft nach wie vor gesucht. Zugleich sinkt die Arbeitslosenquote weiter. Das hat Auswirkungen auf die Zahl der neugegründeten Unternehmen in Langenfeld, Monheim und anderen Städten der Region. "Fachkräfte haben Jobs und müssen sich nicht aus der Not heraus selbstständig machen", beschrieben die Creditreform-Geschäftsführer Achim und Ole Kirschner die Situation bei den Existenzgründungen. Die in Solingen ansässige Wirtschaftsauskunftei hat einmal mehr die Zahlen für Neugründungen, Löschungen und Insolvenzen in der Rhein-Wupper-Region für dieses Jahr zusammengestellt.

In Langenfeld zeichnet sich laut Achim Kirschner nach dem negativen Ergebnis des Vorjahres aktuell eine positive Gründungsbilanz ab: "Am Ende des Jahres werden voraussichtlich 690 Anmeldungen 610 Abmeldungen gegenüberstehen." In den letzten Monaten hätten die Gründungsaktivitäten zugenommen. "Auf 20 Jahre gesehen wächst die Wirtschaft in Langenfeld um knapp 900 Gewerbetreibende." In Monheim deute sich "nach den schwachen Ergebnissen der Vorjahre" ein kräftiger Zuwachs an. Die Zahl der Anmeldungen (430) sei deutlich gestiegen, die der Abmeldungen und Löschungen (310) massiv gesunken. Creditreform sieht einen Zusammenhang mit der Politik niedriger Gewerbesteuern. Damit mache der Gesamtsaldo in Monheim "einen deutlichen Sprung nach oben": Seit 1996 seien 330 zusätzliche Gewerbe zu verzeichnen.

Solingen und auch Leverkusen kommen in den vergangenen 20 Jahre mit 3326 beziehungsweise 3360 neuen Unternehmen auf einen deutlich positiven Gewerbezuwachs, während demgegenüber Remscheid mit einem Plus von 190 neuen Selbstständigen erheblich abfällt. "Wachstum sieht anders aus, wie man in Solingen und Leverkusen sehen kann", betonte Achim Kirschner. Industrieunternehmen prägen die Region. Doch der Anteil der Dienstleister nimmt immer mehr zu. 58 Prozent der Neugründungen entfallen auf diese Branche.

Positiv: Die Zahl der Firmenpleiten geht zurück. Laut Achim Kirschner sind Industrie und Baugewerbe insolvenzanfälliger als andere Wirtschaftszweige. Unterm Strich seien kleine und junge Unternehmen besonders pleitenanfällig. Der Creditreform-Geschäftsführer ist skeptisch, dass die Insolvenzzahlen weiterhin nach unten gehen. Es sei nur schwer vorstellbar, dass die optimalen Rahmenbedingungen mit niedrigen Zinsen, robustem Arbeitsmarkt und einem Wirtschaftswachstum sowie einer guten Eigenkapitalquote der Unternehmen in Zukunft so erhalten bleiben. Achim Kirschner: "Irgendwann wird die Zinsschraube wieder anziehen."

(tws/mei)
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