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Langenfeld
E-Bikes sind bei Dieben sehr beliebt

Langenfeld. Die Schadenssumme bei Fahrrad-Diebstählen ist nach Angaben der Polizei in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches gestiegen. Steigende Unfallzahlen dagegen gibt es nicht. Von Stephan Meisel und Thomas Peter

Elektrofahrräder werden immer beliebter. "Die Nachfrage nimmt eindeutig zu", sagt der Richrather Zweiradhändler Thomas Kleefisch. Er hält in seinem Laden an der Berghausener Straße E-Bikes mit 7- und 8-Gang-Schaltung vor, die vor allem bei älteren Kunden gefragt seien. Doch auch jüngere und fittere Menschen greifen inzwischen häufiger zu Drahteseln mit Hilfsmotor. Hersteller forcieren diesen Trend. Die Elektrofahrräder werden optisch immer sportlicher. Es gibt Cross-, Trekking- und Mountainbikes mit Motor. Kleefisch: "Vielleicht werde ich diesen Trend in den Planungen für 2016 berücksichtigen."

Die Motivationen, sich für ein Pedelec oder E-Bike zu entscheiden, sind vielfältig:. War es früher für viele die einzige Möglichkeit, auch im Alter noch Rad fahren zu können, wird das E-Bike heute auch als Lifestyleobjekt gesehen. Jüngere nutzen es als bequeme Alternative, um sportlich aktiv zu bleiben, aber im hügeligen Terrain bequem voranzukommen und insgesamt weitere Touren zu machen. Außerdem tun Radfahrer natürlich etwas für die Umwelt: Manche Firmen machen Mitarbeitern das Leasing von E-Bikes schmackhaft. So wird Bahn-Mitarbeitern die Leasingrate vom Gehalt abgezogen, und nach 36 Monaten Leasing können sie entscheiden, ob sie das Rad übernehmen.

Der ADFC listet auf seiner Website eine ganze Reihe von Pro- und Contra-Argumenten zu E-Bikes auf. Als Radfahrer könne man mit einem E-Bike Leistungsunterschiede ausgleichen, wenn der Partner deutlich schneller ist. Als Autofahrer würde man die Umwelt pro Kilometer geringer belasten, wenn man aufs E-Bike umsteige.

Gleichzeitig mit dem Boom der E-Fahrräder wurden vielerorts Bedenken laut, dass auch ungeübte Radfahrer nun wieder auf die Straßen gelockt würden. Doch für erhöhte Unfallgefahr sieht die Kreispolizei keine Beweise. Zwar würden E-Bikes nicht gesondert erfasst, doch die Gesamtzahl der Unfälle mit Fahrrad-Beteiligung sei in den letzten Jahren nicht gestiegen.

Auffälliger sei ein anderes Phänomen: Die Zahl der Fahrraddiebstähle hat sich erhöht. In Langenfeld wurden 2013 und 2014 jeweils knapp 400 Fahrraddiebstähle gemeldet. Im Kreis Mettmann werden in Hilden, Langenfeld und Monheim besonders viele Fahrräder gestohlen. In Velbert waren es im gleichen Zeitraum nur 60 Stück. Das liege aber in erster Linie an den örtlichen Gegebenheiten, so Nicole Rehmann von der Kreispolizei Mettmann: "Da, wo es flach ist, sind mehr Radfahrer unterwegs." Weil einerseits die herkömmlichen Fahrräder immer ausgefeilter würden, und andererseits mehr von den sowieso teureren E-Bikes im Umlauf seien, sei die Schadenssumme durch Diebstähle um ein Vielfaches gestiegen.

Gute E-Bikes fangen für den Langenfelder Händler Kleefisch bei 2000 Euro aufwärts an. Er rät Kunden dazu, das Rad gut zu sichern. "Dafür sollte man immer etwa zehn Prozent des Fahrrad-Kaufpreises einplanen", meint Kleefisch. "Damit das E-Bike nicht weggetragen werden kann, empfehle ich ein Rahmenschloss mit Kette und zusätzlich ein Falt-Bügelschloss."

Quelle: RP
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