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Kolumne Calm Down (11)
Eierlikör erfreut beim Richrather Weihnachtsmarkt

Kolumne Calm Down (11): Eierlikör erfreut beim Richrather Weihnachtsmarkt
Petra Thiessen (v.l.) ließ sich ihren selbst hergestellten Eierlikör mit Rita Furch, Margret Fiebes und Rosemarie Schneider schmecken. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. Für Klaus Opfergelt ist der Richrather Weihnachtsmarkt immer wieder einen Ausflug wert. "Familiär, gemütlich und entspannt" sei der Budenzauber im Schatten der Kirche St. Martin. "Mir gefällt besonders gut, dass die lokalen Vereine das Angebot machen", meint der 45-Jährige. "Dadurch ist die Atmosphäre besonders schön. Auch wenn hier viel los ist, kann man immer ein bisschen abschalten und genießen." Dabei helfe auch ein Tässchen Glühwein.

Ebenfalls gefragt ist am Samstag der selbstgemachte Eierlikör von Petra Thiessen. Zusammen mit einigen anderen Mitgliedern des Seniorentreffs St. Martin bietet sie einige weihnachtliche Waren an - alles "made in Richrath". Durch den Verkauf von Wichtelmännern, Marmelade, gehäkelten Mützen und gebastelten Engelchen kommt ein bisschen Geld für die Arbeit des Seniorentreffs zusammen. "Wir haben täglich etwa 50 Besucher und im Jahr knapp 12.000", sagt Thiessen, während sie ein paar Adventssträuße bindet. Auch das weihnachtliche Grün findet reißenden Absatz. "Uns macht das viel Freude", fügt Kollegin Rita Furch hinzu. "Es ist außerdem entspannend, in den Vormonaten all die Sachen zu basteln." Ein Bummel über den Richrather Weihnachtsmarkt ist wie ein Streifzug durch die Vereinslandschaft des Ortsteils. Der Richrather Sportverein (RSV) ist ebenso dabei wie Feuerwehr, Jungschützen und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung. Alle bieten Leckereien oder Adventliches aus eigener Herstellung an. "Das ist unser Konzept", sagt Monika Fontaine aus dem Organisationsteam. Der gesamte Markt auf dem Hans-Litterscheid-Platz werde ehrenamtlich organisiert und getragen. "Wir verzichten auf rein kommerzielle Anbieter und erhalten dabei viel Zuspruch - auch von außerhalb." Das Motto sei "von Richrathern für Richrather". Besucher aus der Umgebung seien freilich auch willkommen, so Fontaine. Etwa 30 Vereine und Gruppen ziehen etwa 2000 Besucher an. Vor allem die Schützen, der Richrather Karnevalsverein und die Werkstätten für Behinderte (WFB) hatten 1996 die Idee, den alljährlichen Budenzauber zu organisieren - mit Erfolg. Bernd Thiessen von der Freiwilligen Feuerwehr Richrath: "Wir sind seit dem ersten Mal mit dabei und dieses familiäre Gefühl ist ein wesentlicher Punkt", sagt er. "Die Richrather lieben ihren Ortsteil - und sind mit viel Engagement dabei." Besucherin Evelyn Mirke bringt es mit einfachen Worten auf den Punkt: "Es ist entspannt, gemütlich, gesellig und fußläufig erreichbar. Ich komme jedes Jahr auf einen Glühwein vorbei." dora

Quelle: RP
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