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Langenfeld
Eigenes Haus von unterwegs steuern

Langenfeld: Eigenes Haus von unterwegs steuern
Das Smarthome der Stadtwerke führte Hans-Werner Graffweg (m.) Jörg Kesch und Claudia van Zütphen vor. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld. "Bau- und Wohnträume": Fachleute informierten über Sicherheitstechnik, Handwerk, Barrierefreiheit und mehr. Von Viola Gräfenstein

Gut besucht war am Wochenende die Ausstellung "Bau- und Wohnträume". Etwa 70 heimische Maler, Architekten, Kaminbauer, Schreiner, Heizungstechniker, Dachdecker und sonstigen Fachleute präsentierten ihre Angebote. "In diesem Jahr sind viele ältere Besucher da", fiel Richard Jonas von der Gemeinschaft "Junioren des Handwerks" auf. "Die meisten wollen renovieren oder ihr Eigentum energetisch verbessern." Im Mittelpunkt standen neben Energiesparen, Heiz- und Umwelttechnik auch die Finanzierung von Wohnungseigentum.

Auch jüngere Besucher informierten sich im Hinblick aufs Alter über Barrierefreiheit, sagte Ausstellungsleiterin Claudia van Zütphen. Dies bestätigte Bauunternehmer Ralf Thilo, dessen Firma zurzeit ein Neunfamilienwohnhaus mit barrierefreien Wohnungen mitten in der Stadt baut. "Wir haben bisher 17 Anfragen auf sieben Wohnungen. Immer mehr Menschen wollen vom Land in die Stadt ziehen und dann von der Tiefgarage aus direkt mit dem Fahrstuhl ihre barrierefreie Wohnung erreichen können. Wir passen uns dieser Nachfrage an."

"Smarthome" heißt das Modell, das die Stadtwerke Langenfeld anbieten. Hausbewohner können zum Beispiel per Smartphone von unterwegs ihre Heizungs- oder Alarmanlage steuern. "Durch den Glasfaserausbau für schnelles Internet wird die Nachfrage immer größer, weil wir schnellere Leitungen haben", sagte Stadtwerke-Chef Kersten Kerl. Wolfgang Bock hat zwei Immobilien. Als stellvertretender Vorsitzender des NRW-Landesverbandes Wohneigentum interessierte er sich besonders für neueste Techniken. "Ich komme hier jedes Jahr hin, um mich zu informieren. Das Thema ,Smarthome' ist spannend, auch, was die Sicherheit im Haus betrifft."

Zum Einbruchsschutz zeigten das Kommissariat für Vorbeugung sowie verschiedene Unternehmen entsprechende Technik. "Meine Frau ist wegen der hohen Einbruchszahlen in Langenfeld unruhig geworden. Unser Haus hat noch einen Standard von vor 25 Jahren. Jetzt wollen wir bei unseren Fenstern nachrüsten", sagt ein Messebesucher, der aus Sicherheitsgründen seinen Namen nicht nennen wollte. "Die Einbruchszahlen haben sich kreisweit erhöht", sagt Polizist Udo Wilke und bestätigt das hohe Besucherinteresse an Sicherheitstipps. "Pilzkopfsicherungen für Türen und Fenster zum Nachrüsten sind besonders gefragt", sagt Tobias Raettig von der Firma Herbertz Sicherheitstechnik. Dies bestätigt Fensterbauer André Herringslack. "Im letzten Jahr ging es mehr ums Energiesparen. In diesem Jahr ist der Einbruchschutz bei Fenstern für die Besucher interessanter."

Familie Meier ließ sich von Malermeister Michael Caspers hingegen zu Kreativtechniken beim Wandputz beraten. Mit ihren drei und fünf Jahre alten Kindern seien sie in ein altes Haus eingezogen und wollen es renovieren. Caspers empfahl Lehmputz für das Badezimmer. "Lehm nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie nicht wieder ab. Der Putz sieht interessant aus. Er ist hochwertig, aber bezahlbar."

Quelle: RP
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