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Langenfeld
Einvernehmen nötig bei Windkraft

Langenfeld. Nach Stellungnahme der Langenfelder Stadtverwaltung nochmals im Stadtrat.

Überraschung, Überraschung: Die Windkraft wird nun doch noch einmal Thema im Stadtrat sein. Heute endet die einmonatige Frist, in der die Stadtverwaltung gegenüber der Kreisbehörde Stellung zum geplanten Bau von vier Windrädern in Reusrath nehmen muss. Weil die Firma SL Naturenergie GmbH als Investor im zweiten Anlauf die vorgeschriebene Maximalhöhe von 100 Meter einhalten wird, galt die vom Kreis Mettmann geforderte Bewertung aus Langenfelder Sicht bislang als Sache der Stadtverwaltung. Doch in der Ratssitzung am Dienstagabend überraschte Stadtplaner Stephan Anhalt die Politiker mit der Ankündigung, dass vor dem Bau der Windräder per Ratsbeschluss noch ein so genanntes "gemeindliches Einvernehmen" bekundet werden müsse. Dies solle Ende September geschehen.

"Das verstehe ich nicht", entgegnete Joachim Herzig (SPD) nach Anhalts Ankündigung. "Der Investor hält sich an die 100-Meter-Obergrenze in der von uns einstimmig festgelegten Windkraftkonzentrationszone." Bürgermeister Frank Schneider (CDU) wies Herzigs Vermutung zurück, dass durch die längere Zeitspanne noch einmal alle Kräfte gegen Windräder mobilisiert werden sollten. Es gelte schlichtweg, durch solch einen Beschluss rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. "Das ist im Grunde nur Formsache", befindet Anhalt. In seiner heutigen Stellungnahme an den Kreis wird er indes nach eigenen Worten unter anderem darauf hinweisen, dass das vom Antragsteller eingereichte Schallgutachten nicht vollständig alle Häuser im Einzugsbereich einbeziehe. Doch dies könne der Investor nachreichen.

(mei)
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