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Langenfeld
Emerson hat Geschäft nach Umzug im Griff

Langenfeld: Emerson hat Geschäft nach Umzug im Griff
Die Firma Emerson ist von Haan nach Langenfeld umgezogen. Andreas Fuchs hält einen Niveauwächter in der Hand. FOTO: Olaf Staschik
Langenfeld. Seit Anfang des Jahres beherbergt Langenfeld im Industriepark Katzberg einen neuen so genannten "Global Player". Emerson Automation Solutions, ein nach eigenen Angaben führender Anbieter innovativer Automatisierungslösungen für die Prozessindustrie, folgt in dem Gebäudekomplex am S-Bahnhof auf Lanxess. Von Martin Mönikes

Ausschlaggebend für die Standortentscheidung waren laut Geschäftsführer Andreas Fuchs die Nähe zur chemischen Industrie, einem wichtigen Kunden, und die Nähe zum alten Standort Haan. Die 135 Mitarbeiter, die von dort an den 5.500 Quadratmeter großen modeernen Standort umgezogen sind, seien von den verbesserten Räumlichkeiten begeistert.

"Die Fläche entspricht dem alten Standort", so Fuchs, "aber statt großer Hallen, die wir nicht mehr benötigen, finden wir hier moderne Besprechungs-, Test- und Schulungsräume. Dazu kommt eine deutlich größere Kantine und alles ist barrierefrei zugänglich." Der 52-jährige Elektroingenieur Fuchs ist gebürtige Kurpfälzer, seit 2004 bei Emerson und seit 2015 für Vertrieb und Marketing in Deutschland zuständig.

Von den insgesamt 270 Firmenangehörigen arbeitet die Hälfte in Langenfeld, die andere Hälfte bei den Kunden vor Ort, in den Bereichen Vertrieb, Engineering und Service. Zu der Zentrale in Langenfeld gehören drei weitere Servicebüros in Deutschland, die allesamt strategisch günstig gelegen sind, etwa in Ludwigshafen, dem neben Leverkusen/Düsseldorf bedeutendsten Chemiestandort Deutschlands.

Insgesamt arbeiten in den deutschlandweit verteilten Emerson-Gesellschaften nach Firmenangaben rund 2.000 Mitarbeiter. Produziert werden dort unter anderem Geräte für die Gasanalyse und Vibrationsüberwachung, Ventile sowie Druck- und Temperaturmessumformer, auf denen Emersons Weltruf gründet und die von hier aus in alle Welt exportiert werden.

"Wir wollen die Betriebsprozesse unserer Kunden optimieren. Dazu gehört, den Energieverbrauch zu senken, die Sicherheit und die Produktivität zu erhöhen", nennt Fuchs das generelle Ziel der Automatisierung in allen Branchen. Konkret gehe es darum, Prozessdaten zu messen und zu überwachen, Abläufe zu steuern und zu regeln, und rechtzeitig vor vermeidbaren Betriebsstörungen zu warnen. Die Maschinen und Prozessanlagen selbst werden von anderen Fachfirmen gebaut, aber es seien die Techniken von Emerson, die den gewaltigen Anlagen "Leben einhauchen" und für gleichbleibende Produktqualität sorgen.

Die chemischen Betriebe, Kraftwerke oder Raffinerien benötigen eine ständige Überwachung durch feinfühlige Mess- und Diagnosesysteme, die Unregelmäßigkeiten erkennen, und im Idealfall statt eines Ausfalls eine Umschaltung einleiten oder entsprechende Handlungsanweisungen geben. "Wenn in einer Raffinerie ein Steam-Cracker wegen einer Störung nur einen Tag stillsteht, kann der wirtschaftliche Schaden eine Million Euro betragen", verdeutlicht Fuchs den Nutzen effizienter Vorsorge. Emerson entwickelte etwa eine Vibrationsüberwachung, mit der Lagerabnutzungen frühzeitig erkannt werden. Somit kann ein Ausfall von Pumpen, Gebläsen oder Turbinen erkannt und ungewollte Stillstände vermieden werden.

Bei einem Mitarbeiterfest zum 50-jährigen Emerson-Jubiläum in Deutschland kamen jetzt in Langenfeld 500 Euro zusammen, die dem Langenfelder Verein Rückenwind übergeben werden.

Quelle: RP
 
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