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Monheim
Energiesparen ist auf vielen Wegen möglich

Monheim. Der Energiespar-Tag auf dem Gelände der Mega im Rheinpark zeigt, wie sich Kosten und Verbrauch senken lassen.

Der einfachste Weg, Energie zu sparen, sei keine Energie zu verbrauchen, sagt Dirk Drößert. Der Dachdeckermeister spielt damit auf eine Technik an, die das natürliche Tageslicht von außen in Innenräume überträgt - ganz ohne Strom. Die Beleuchtung funktioniert mittels Spiegelungen, die das Licht nach innen reflektieren. Um die Wirksamkeit zu demonstrieren, haben er und seine Kollegen eine Holzhütte in der Betriebshalle der Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung (Mega) aufgebaut. Zum 4. Energiespar-Tag demonstriert der Dachdeckerbetrieb die Tageslichtübertragung als Alternative zur Glühbirne. "Vor allem Treppenhäuser, Gästetoiletten oder Gartenlauben lassen sich damit hervorragend beleuchten", sagt Drößert. "Im Innenraum wird es dann genau so hell, wie es draußen ist." Nachts seien hingegen herkömmliche Leuchtmittel nötig. "Wir hatten schon viele Anfragen. Das Interesse ist groß."

Das gilt für das Thema Energie-Effizienz insgesamt. Hunderte Besucher sind auf dem Betriebsgelände der Mega unterwegs, um sich über verschieden Möglichkeiten für ein verbrauchsarmes Leben zu informieren. Ein großer Bereich ist dabei die E-Mobilität. Laut Werner Geser sind elektrische Fahrräder gefragter denn je. "Das ist seit Jahren ein großer Trend - Tendenz steigend", sagt der Sprecher der Mega. Die Zweiräder mit Akku sind vor allem bei Senioren beliebt, weil die Motoren den Fahrer etwa bei Steigungen unterstützen. "Man kann damit aber auch schnell fahren", sagt er. "Manche Modelle erreichen bis zu 50 Stundenkilometer."

Beim Kaminstudio Engel aus Hitdorf gibt es moderne Lösungen für kontrolliertes offenes Feuer in den eigenen vier Wänden. Auch das habe eine energiesparende Wirkung, wie Geschäftsführer Andreas Engel betont. "Die Öfen und Kamine haben auch Potenzial mit Blick auf die Thermik im Haus", sagt er. Sie wirken unterstützend zur Heizung und sind teilweise auch Wasserführend."

Der städtische Klimaschutzmanager zeigt eine andere Neuerung. Der Kreis Mettmann hat ein "Solarpotenzialkataster" erstellt, in dem alle Gebäude der zehn Kreisstädte verzeichnet sind. Auch für Monheim gibt es eine Karte, die unter anderem Sonneneinstrahlung, Verschattung oder Dachausrichtung anzeigt. "Auf diesem Weg wird schnell sichtbar, wo sich welche Photovoltaikanlagen lohnen - und wo eher nicht", sagt Georg Kruhl.

(dora)
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