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Kommentar
Engstirnig

Düsseldorf. Engstirnig – so muss man wohl den Langenfelder Umgang mit dem Thema Stolpersteine nennen. Zu Recht bedauert Historiker Günter Schmitz, dass für den lange an der Solinger Straße praktizierenden Arzt Hugo Zade eine solche Stelle des Gedenkens nicht vorgesehen wurde. Das kleinkarierte Argument: Zade sei schließlich nicht aus Langenfeld, sondern später aus Köln deportiert worden.

Noch unverständlicher ist die Tatsache, dass es tatsächlich Menschen gibt, die gegen dieses in vielen Städten unkompliziert praktizierte Gedenken klagen. Sie befürchten tatsächlich eine Abwertung ihrer Immobilien und brüskieren damit die Opfer. Doch auch die Stadt hat irgendwie keine Eile. Zieht man die klagebedingt auf Eis gelegten Exemplare ab, bleiben immer noch vier nach wie vor nicht verlegte Stolpersteine. Das frustriert nicht zuletzt den hervorragend agierenden Arbeitskreis Geschichte. JJ

Quelle: RP
 
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