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Langenfeld
Es tut sich was in Immigraths Ortsmitte

Langenfeld: Es tut sich was in Immigraths Ortsmitte
Angelika Steen-Wollensack (v.l.) und Lorenz Kasparik trugen wie weitere Immigrather dem Planer Stephan Anhalt und Stephan Meisel (RP) ihr Anliegen vor. FOTO: rm-
Langenfeld. Bei der mobilen RP-Redaktion ging es um das neue Wohnviertel und die Umgestaltung des Immigrather Platzes. Von Stephan Meisel

Aus Düsseldorf sind die jungen Familien Götze und Naumov vor einem Jahr nach Langenfeld gezogen. Im neu gebauten Wohnviertel Nelly-Sachs-/Astrid-Lindgren-Straße haben sie sich ihren Wunsch nach einem Eigenheim erfüllt und von der anfänglichen Skepsis vor dem Umzug aus der Groß- in die Mittelstadt ist nichts mehr zu spüren. "Wir fühlen uns in diesem Viertel sehr wohl und Langenfeld ist für Familien mit Kindern ideal", sagt Irina Naumov, die wie Julia Götze gestern zu Fuß und mit Kinderwagen zur mobilen Redaktion der Rheinischen Post auf dem Immigrather Platz gekommen ist. Dank der fünf Meter hohen und bepflanzten Lärmschutzwand stelle auch die Nähe zu den Bahngleisen kein Problem dar.

"Das freut mich", sagt in der Gesprächsrunde am RP-Stehtisch Planungsamtsleiter Stephan Anhalt. Oftmals sei er in Bürgeranhörungen vor anstehenden Bauvorhaben mit Aussagen von Anwohnern konfrontiert, die über solche Veränderungen in der Nachbarschaft wenig begeistert seien. Doch die Familien in den hinzugekommenen 76 Eigenheimen haben anscheinend nicht nur untereinander freundschaftliche Kontakte geknüpft. "An unserem großen Nachbarschaftsfest haben auch Leute aus den umliegenden Häusern teilgenommen", sagt Andreas Klett, der ebenfalls in dem neuen Viertel wohnt.

Weniger Spielhallen am Immigrather Platz und dafür dort einen Lebensmittelmarkt. Die von Neubürgern und Alteingesessenen bei der mobilen RP-Redaktion geäußerten Wünsche decken sich mit dem Konzept für ein attraktiveres Ortsteilzentrum, das vor knapp zwei Jahren das Planerbüro Jansen GmbH (Köln) in städtischem Auftrag ausgearbeitet hatte. "Wir stehen wegen des Lebensmittelmarkts in Verhandlung mit mehreren Betreibern, von denen zumindest zwei interessiert zu sein scheinen", berichtet Anhalt zum Stand der Dinge. Als Standort kämen entweder das Südende des heutigen Parkplatzes in Betracht oder alternativ drei Grundstücke an der Leichlinger Straße in Richtung Bahngleise.

Erst wenn solch ein als Initialzündung geltender Lebensmittelmarkt unter Dach und Fach sei, wird laut Anhalt der eigentlich für 2016 vorgesehene Gestaltungswettbewerb für den Immigrather Platz starten, der mehr Aufenthaltsqualität bekommen soll. Für einen vom Gutachter anstelle des heutigen Kreisverkehrs vorgeschlagenen niveaugleichen Platz ohne Bürgersteig sollen dann mehrere Planerbüros zu Vorschlägen aufgefordert werden.

CDU-Ratsfrau Barbara Zwank-Mielke weist in der Gesprächsrunde darauf hin, dass über den Kreisverkehr viele Autos fahren. Nach Angaben Anhalts sind es täglich etwa 6000 Autos. "Es muss vor einer Umgestaltung des Immigrather Platzes natürlich abgewogen werden, ob die veränderte Verkehrsführung dann auch verträglich ist."

Über heute dort schon gängiges wildes Parken beklagt sich Lorenz Kasparik. Der 79-Jährige wünscht sich, dass Polizei und städtisches Ordnungsamt hiergegen strikter vorgehen und auch die Sauberkeit der Immigrather Ortsteilmitte in den Blick nehmen. "Da liegt viel Müll rum, vor allem Pizzakartons. Und es muss mehr gegen die vielen Hundehaufen auf Gehwegen getan werden." Klaus Zolper wies auf gefährliche Situationen mit Radfahrern am großen Kreisverkehr beim Toom-Markt hin. Angelika Steen-Wollensack befürchtet als Anwohnerin der Wacholderstraße, dass der Immigrather Bach beim Übergang in die Kanalröhre durch Schlamm und angeschwemmte Zweige übers Ufer treten könnte. Anhalt versprach, die Hinweise an die entsprechenden Stellen weiter zu geben.

Quelle: RP
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