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Langenfeld
Ex-Soldat lehrt aufrechte Körperhaltung

Langenfeld: Ex-Soldat lehrt aufrechte Körperhaltung
Früher Offizier, heute Physiotherapeut: René Kowalski aus Langenfeld schwört auf das "Lebensbaum-Konzept". FOTO: Matzerath
Langenfeld. René Kowalski bringt Körper und Seele in Einklang und hilft so, zum Beispiel Rückenschmerzen langfristig zu lindern. Von Julia Schüssler

Probleme können oft nicht auf der Ebene gelöst werden, auf der sie entstanden sind - das wusste sogar schon Albert Einstein. Viel mehr können körperliche Einschränkungen wie Rückenschmerzen ganz andere Ursprünge haben als eine falsche Körperhaltung. René Kowalski versucht in einer Kombination aus Physiotherapie, Coaching und Prävention den wahren Ursachen für die plagenden Schmerzen auf den Grund zu gehen.

Der gelernte Physiotherapeut gelangte allerdings nicht auf direktem Wege zu seiner Berufung: "Ich war für einige Zeit Offizier bei der Bundeswehr und war dort schon im Medizinbereich tätig." Als er sich zwischen einer weiteren Karriere als Berufssoldat und einer neuen Herausforderung entscheiden musste, war die Wahl klar. "Ich entschied mich für die Physiotherapie und halte dies bis heute für die bessere Wahl." Denn durch die Erfahrungen, die er bei der Bundeswehr machen konnte, lernte er, dass das Körperliche nicht vom Seelischen zu trennen ist. "Ich hatte in dieser Zeit auch Kontakt mit Traumapatienten, deren Verhaltensmuster nicht so leicht zu ändern waren." Durch sein "Lebensbaum-Konzept" möchte er Verstand und Gefühl in Einklang bringen und es den Klienten ermöglichen, ihre individuellen Ziele zu erreichen. "Der Baum ist ein Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Verstand und Gefühl."

René Kowalski macht es sich heute zur Aufgabe, die Probleme jedes Einzelnen zu erkennen und die jeweiligen Übungen individuell anzupassen. "Jeder hat seine eigenen Baustellen und durch kleine Veränderungen können schon große Ergebnisse erzielt werden." So habe sowohl die junge Studentin als auch der Manager sein Päckchen zu tragen, was sich körperlich äußern kann. "Wichtig ist hierbei aber, dass die Übungen in den Alltag des Einzelnen integriert werden, um einen längerfristigen Erfolg zu erzielen." So sei es effektiver das Training über den Tag zu verteilen, als sich nur eine Stunde sportlich zu betätigen. "Man kann beispielsweise bewusst zum Kühlschrank gehen oder mit einer aufrechten Körperhaltung an der Ampel warten." Deshalb zeigt der gelernte Physiotherapeut seinen Klienten weitestgehend Übungen, die alltagstauglich sind. "Ich versuche auch meine eigenen Hobbys wie Klettern und Bogenschießen in die Behandlung einzubauen, denn so kann der Klient dies selbst als Hobby weiter betreiben."

Durch dieses langfristige Therapie könne letztendlich eine Verhaltensänderung erzielt werden. "Das therapeutische Bogenschießen trainiert beispielsweise eine aufrechte Körperhaltung, die die Rückenschmerzen reduzieren kann." Das Coaching versucht, das eigentliche Problem zu beseitigen. "So fordere ich den Klienten dazu auf, seinen Stress gedanklich in den Pfeil zu legen und diesen wegzuschießen." Alternativ zum Bogen könne dafür auch ein stabiles Gummiband benutzt werden.

"Heutzutage ist es in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert einfach mal nichts zu tun und sich zu entspannen." Aus diesem Grunde müssen wir uns Beschäftigungen suchen, die es uns dennoch ermöglichen den Alltag auszublenden. "So kann man durch eine Art meditativen Zustand beim Joggen oder aber auch beim Bogenschießen die Seele baumeln lassen." Denn indem man den Bewegungsablauf wiederhole werde dieser zur Routine, was das Gehirn entlastet. "Beim Bogenschießen ist man dann ganz bei sich und vergisst alles um sich herum."

René Kowalski macht heute genau das, was ihm Spaß macht und das möchte er an andere Menschen weitergeben. "Ich möchte für ein Problem nicht eine Standardlösung anbieten, sondern jedem individuelle Möglichkeiten aufzeigen."

www.lebensbaum-konzept.de oder Tel. 02173 9607587

Quelle: RP
 
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