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Monheim
FDP schlägt Finanzhilfen für private Bauherren vor

Monheim. Der KKV hatte zum zehnten Mal zum "Gipfelgespräch" auf dem Monberg geladen. Von Martin Mönikes

Die weitere Stadtentwicklung stand im Mittelpunkt des zehnten Gipfelgespräches, zu dem der KKV - Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung in Monheim - am Samstag auf den MonBerg eingeladen hatte. "Wie soll die Stadtentwicklung vorangetrieben werden?" lautete die Eingangsfrage des Vorsitzenden Herbert Süß. Die dafür eingeräumten fünf Minuten überschritten Peter Werner (CDU) und Werner Goller (SPD) erheblich.

Die CDU will den Monheimer Geldsegen nur für nachhaltige Projekte ausgeben, "weil die Quellen schnell versiegen können". Beim (bezahlbaren) Wohnraum soll Qualität vor Quantität gehen, wegen der begrenzten Flächen sei eine Innenraumverdichtung notwendig.

Die SPD nannte die begonnenen Straßenbau-Investitionen als besonders nachhaltig und notwendig, um die Nachteile der Randlage Monheims auszugleichen. In Hinblick auf die Wohnungsnot bedauerte Goller, dass die Stadt es vor Jahrzehnten nicht geschafft hat, die LEG-Wohnungen zu kaufen.

Lucas Risse (Peto) sieht nach der Abschaffung des Kommunal-Solis, der Monheim bisher 106 Millionen Euro gekostet hat, die Chance, die städtischen Rücklagen weiter zu erhöhen. So sei garantiert, das Monheim dauerhaft finanzkräftig bleibt. Mit dem Kauf der Flächen des Creativ Campus verfüge die Stadt über 60.000 Quadratmeter zusätzliche Gewerbe(steuer)fläche. Bezahlbarer Wohnraum erfordere eine Verdichtung; natürlich sei in jedem Fall eine intensive Bürgerbeteiligung beabsichtigt.

Manfred Poell (Grüne) erinnerte daran, dass die Durchschnittseinkommen in Monheim niedriger seien als im Kreisdurchschnitt. Er plädierte dafür, mehr Geld für die Bildung auszugeben, um diese Situation langfristig zu verändern. Kritisch sieht er den "Masterplan Innenstadt", denn "Charakter und Gesicht der Stadt verändern sich".

Andreas Wölk (FDP) regte an, der Wohnraumknappheit durch zusätzliche kommunale finanzielle Hilfen für private Bauherren zu begegnen. Für den örtlichen Einzelhandel versprach Wölk sich Verbesserungen durch die für November angekündigte Monheimer Online-Handelsplattform.

Süß stellte Ergänzungsfragen zu aus seiner Sicht aktuellen Themen, ehe abschließend die Bürger zu Wort kamen. Deren Fragen drehten sich primär um die unmittelbare Umgebung des MonBergs. Was wird aus der Idee der teuren Brücke? Wird das Parkhaus am neuen Hotel an der Rheinpromenade rechtzeitig fertig? Wie werden die neuen Verkehrsströme entzerrt?

Quelle: RP
 
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