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Langenfeld
Feuerwehr probt Einsatz unter großem Feuerball

Langenfeld. Der Feuerball über ihren Köpfen flößt der Gruppe Respekt ein. Doch beim Training in der Wärmegewöhnungsanlage in Hilden haben die 40 Langenfelder Feuerwehrleute nichts zu befürchten. Mit Atemschutzgeräten üben sie bei größter Hitze; rund 850 Grad unter der Decke strahlen hohe Wärme nach unten ab. Wirklichkeitsnah trainieren sie, einen Brand innerhalb eines Gebäudes zu bekämpfen.

"Jeder Atemschutzgeräte-Träger muss jährlich mindestens einen realen Einsatz absolvieren", erklärt Ausbilder Jan Wiesmann. "Andernfalls muss er einmal in diese Anlage, um im Training zu bleiben und seine Tauglichkeit zu behalten." Die Langenfelder nutzen die Anlage an der Hildener Feuerwache aber nicht nur für diesen Nachweis, sondern auch für Ausbildungszwecke. Immer mehr nehmen an der freiwilligen Übung teil, um ihre Fertigkeiten zu verbessern. Dazu gehöre etwa die Suche nach Vermissten in einem Gebäude "oder wie auf eine Rauchgasdurchzündung zu reagieren ist".

Erstmals setzten die von sechs Ausbildern angeleiteten Langenfelder Wehrleute eine aus Fördergeldern angeschaffte Akustik ein. Die so genannte Soundbox simulierte Hilfeschreie einer eingeschlossenen Person. Teilnehmer Christian Hohenadel äußerte sich begeistert: "Es macht schon einen großen Unterschied, ob man Löschtechniken in einem Abbruchhaus trainiert oder bei den entsprechenden Temperaturen Schreie und die weiteren eingespielten Geräusche machten die Übung noch realistischer."

(mei)
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