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Langenfeld
Feuerwehr wirbt für Tag des Rauchmelders

Langenfeld. Die kleinen Geräte können Leben retten. Bis Ende 2016 müssen alle Wohnungen ausgerüstet sein. Von Dorian Audersch

Freitag, der 13. - ein Tag, der in der Regel mit Unglück verbunden wird. Bei den Feuerwehren ist das anders. Sie nutzen das Datum, um für die Installation von Rauchwarnmeldern in Häusern und Wohnungen zu werben - mit dem Slogan "Freitag der 13. wird Ihr Glückstag". Allerdings nur, wenn die kleinen Warner installiert sind.

"Im Brandfall verbleibt nur sehr wenig Zeit zur Flucht", sagt Marcus Jagieniak, Leiter der Langenfelder Feuerwehr. "Vielen Menschen ist zudem nicht bewusst, dass eine Rauchvergiftung schon nach wenigen Atemzügen tödlich sein kann." Aus diesem Grund sei es außerordentlich wichtig, sich mit entsprechenden Warnmeldern zu schützen. "Durch den lauten Alarmton wird man früh auf die Gefahr hingewiesen und kann schnell die Wohnung verlassen", sagt er.

Die Frage nach dem besten Platz, um Rauchwarnmelder zu montieren, beantwortet Oberbrandmeister Frank Noack kurz und bündig: "Es ist wichtig, dass alle Kinder- und Schlafzimmer sowie die angrenzenden Flure mit den Geräten ausgestattet sind." Das sei der Mindestschutz. Auch in Wohn- und Esszimmer sowie Keller und Dachböden seien gute Standorte. Für Küchen und Bäder sind Rauchwarnmelder hingegen nicht geeignet, da durch Brat-, Koch- und Wasserdampf die Geräte versehentlich auslöst werden können.

Die Landesregierung führte die Rauchmelderpflicht zum 1. April 2013 ein. Seit diesem Tag müssen alle Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Bestandsbauten müssen in der Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2017 ausgestattet werden. "In Deutschland sind etwa ein Drittel aller Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet", sagt Christian Rudolph von der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (VFDB). "In vielen Bundesländern wird die Ausstattungsquote in den nächsten Jahren weiter steigen." Allerdings sei es dafür wichtig, dass die Melder richtig installiert seien.

Vor allem nachts, wenn der Geruchssinn schläft, erweisen sich die kleinen Geräte als Lebensretter. Sie erkennen den Brandrauch frühzeitig, warnen die Bewohner und schenken so lebensrettende Minuten. Der Eigentümer der Wohnung ist für die Anschaffung und Montage der Rauchmelder verantwortlich. Die Kosten für die Wartung und den Austausch der Batterien trägt der Mieter. Im Falle eines Defektes des Melders muss der Eigentümer einen neuen anschaffen.

"Die Vorgabe des Landes wird eingehalten und von den Vermietern umgesetzt", ist Hubertus Freiherr von Buddenbrock, Vorsitzender des Eigentümervereins Haus und Grund, überzeugt. Bereits jetzt seien viele Wohnungen und Häuser entsprechend umgerüstet.

Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter www.rauchmelderlebensretter.de.

Quelle: RP
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