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Langenfeld
Filmer zeigen drei neue Produktionen

Langenfeld: Filmer zeigen drei neue Produktionen
Filmkreis-Leiter Max Heribert Gierlichs (l.) und Dieter Gottschalk (r.) haben gemeinsam mit Willi Kropp die beiden geschichtlichen Dokumentationen gedreht und bearbeitet. FOTO: rm-
Langenfeld. Am 25. April werden zwei Werke zur Langenfelder Geschichte uraufgeführt. "Wasserversorgung" läuft auf You Tube. Von Stephan Meisel

Moderne Technik hier, uralte Stadtgeschichte dort. Mit gleich drei Gemeinschaftsproduktionen macht jetzt der Filmkreis Langenfeld auf sich aufmerksam. Ein zehn Minuten langer Streifen mit dem Titel "Die Wasserversorgung von Langenfeld und Monheim" ist im Internet-Videoportal You Tube zu sehen. Zwei stadthistorische Filme über die ersten Ansiedlungen in Richrath sowie das Adelsgeschlecht von Velbrück auf Haus Graven werden bei freiem Eintritt am 25. April im Flügelsaal uraufgeführt. "Wir erhoffen uns ein ähnlich großes Interesse an der Langenfelder Vergangenheit wie wir es bei unseren Filmen zum Schicksal der jüdischen Mitbürger während der NS-Zeit erfahren haben", sagt Filmkreis-Leiter Max Heribert Gierlichs.

Den auf You Tube unter der Eingabe "Wasserversorgung Langenfeld Monheim" zu findenden Film hatten Dieter Gottschalk, Monika Lummerich, Dietmar Siefert und Dieter Volbert gemeinsam erstellt. "Wir hatten das Thema in den letzten Monaten intensiv erkundet", sagt Gottschalk. Die Interviews mit den Langenfelder Wasserwerk-Experten Kersten Kerl, Rudolf Gärtner und Axel Voss werden mit entsprechenden Videosequenzen unterlegt. Angefangen von den sechs Trinkwasserbrunnen gibt es informative Einblicke in einen Hochbehälter, in Laboranalysen und weitere moderne Technik.

Eine Zeitreise in die weit zurückliegende Vergangenheit Langenfelds haben Gierlichs, Gottschalk und Willi Kropp mit ihren beiden gemeinsam erstellten Filmen unternommen. "Beide befassen sich mit der Frühgeschichte im Richrather Raum", sagt Gierlichs. "Am Beispiel der Motte Schwanenmühle und anhand von Ausgrabungen erfahren die Zuschauer mehr zu den ersten menschlichen Ansiedlungen im Kirchspiel Richrath."

Der ebenfalls am 25. April präsentierte zweite Film erzählt die Geschichte der einst in der Wasserburg Haus Graven ansässigen Adelsfamilie von Velbrück und der Jahrhunderte langen Verbundenheit mit dem Kirchspiel Richrath. Nach eigenen Angaben hat das Trio über ein Jahr zur Fertigstellung benötigt. "Für die Unterstützung durch Mitglieder des Fördervereins Wasserburg Haus Graven in Form von Bild- und Informationsmaterial sind wir sehr dankbar", sagt Gierlichs.

Die beiden geschichtlichen Videos ergänzen die Reihe von Gemeinschaftsproduktionen. So dokumentierten Mitglieder des vor elf Jahren von Volkshochschuldozent Gierlichs und VHS-Teilnehmern gegründeten Filmkreises anfangs die archäologische Ausgrabung in Richrath sowie den Einbau der Kirchenorgel an St. Martin. 2007 folgten die Dreharbeiten zum Wiederaufbau des Schalenschneiderkottens im Volksgarten. 2010 dokumentierten sechs Filmer einen ganzen Tag den 10. cSc-Cup der Weik-Stiftung, den über Jahre etablierten Rollwettbewerb für Sportler mit und ohne Behinderung. Ebenfalls eine Initiative der Weik-Stiftung griff 2012 der Film "Ein ganz normaler Tag" auf. "Unser Ort Langenfeld" in Zusammenarbeit mit der NRW-Medienförderung entstand 2014. Die Filme 2015 über den jüdischen Friedhof und über das Schicksal der jüdischen Langenfelder während der NS-Zeit wurden auf Wunsch mehrfach aufgeführt. Mit "Auch Oldies haben ihren Reiz" hielten die Filmer 2016 das Clubleben der Oldtimerfreunde Langenfeld fest.

Uraufführung der beiden geschichtlichen Filme am Mittwoch, 25. April, 19 Uhr im Flügelsaal, Hauptstraße 135. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
 
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