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Langenfeld
Floristik-Meisterin übernimmt den Betrieb ihrer Großeltern

Langenfeld: Floristik-Meisterin übernimmt den Betrieb ihrer Großeltern
Aus der Vase, aber nicht von der Stange: Kathrin Hieke-Claren erfüllt mit ihrem Familienbetrieb besondere Wünsche rund um Blumen. FOTO: Olaf Staschik
Langenfeld. Kathrin Hieke-Claren ist im Blumenladen großgeworden. Das zweite von insgesamt vier Kindern im Geschäftshaushalt von Wolfgang und Dorothea Hieke "war die einzige, die von Anfang an Interesse zeigte", heißt es aus dem Familienbetrieb an der Montessoristraße in Langenfeld. Von Martin Mönikes

2007 übernahm Kathrin Hieke, inzwischen Floristik-Meisterin, als Chefin die Verantwortung für das von ihrem Großvater Fritz 1958 - damals an der Schulstraße - gegründete Geschäft. Die Lehre hatte sie bei der Blumenbinderei Lehmann in Düsseldorf gemacht.

Noch heute ist "Blumen Hieke" ein familiärer Betrieb. Inzwischen wirbeln Kathrins Kinder (5 und 8) durch den Laden, Großmutter Dorothea betreibt das ins Geschäft eingebettete gemütliche Blumen-Café. Auch Kathrins Schwester Julia, gelernte Hotelfachfrau, arbeitet im Betrieb. "Sie hält mir zusätzlich den Schreibkram vom Hals", sagt die Chefin. Vater Wolfgang wiederum ist "Mädchen für alles", bis zur Auslieferung der täglich im Laden entstehenden edlen Sträuße und Gestecke. Ehemann Lars kümmert sich beruflich um Autos, hat dennoch eine ganz wichtige Funktion: "Er bekocht uns."

Ohne familiäre Hilfe wäre die Doppelbelastung Mutter/Geschäftsfrau nicht zu schaffen, sagt die 37-Jährige. "Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen." Deshalb findet sie auch ihre Sechs-Tage-Woche okay. "Es wird auch schon mal Mitternacht, und im Weihnachtsgeschäft gibt es keinen freien Sonntag." Der Advent ist zwar der geschäftliche Höhepunkt, sie selbst liebt aber jede Jahreszeit. "Ich freue mich auf Tulpen im Frühjahr ebenso wie auf Beeren und Hortensien im Spätsommer."

Hiekes Geschäftsidee unterscheidet sich vom Blumenangebot in Supermärkten oder Baumärkten. "Blumen sind Luxusartikel", sagt sie. "Wir erfüllen jeden Wunsch, aber das Massengeschäft überlassen wir anderen". Als Fleurop-Partner nutzt sie die Chance, neue Kundenkontakte zu knüpfen, denn in der relativ peripheren Lage fehlt die Laufkundschaft. Die Stammkunden schätzen das Ambiente - mit Blumen-Café, einer regelmäßig im Laden arbeitenden Goldschmiedin und dem angrenzenden Biomarkt.

Zur Entspannung geht die Floristik-Meisterin in die Buchhandlung: "Schicksalsromane! Es darf auch schon mal traurig sein."

Quelle: RP
 
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