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Langenfeld/Monheim
So können Bürger Flüchtlingen helfen

Flüchtlinge in Langenfeld: So können Sie helfen
Beim DRK in Monheim gibt es noch Platz für Kleider- und Sachspenden: Eva Niedermeyer sammelt und sortiert die Kleidungsstücke, die an die Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung in Baumberg gehen. FOTO: RALPH MATZERATH,
Langenfeld/Monheim. Viele möchten helfen, wissen aber nicht wohin mit ihren Spenden. Wir haben die Sammelpunkte zusammengestellt. Von Daniel Gehrmann

Wo kann man derzeit Kleider- und Sachspenden abgeben? - Die große Zahl an Flüchtlingen, die in den vergangenen Wochen und Monaten nach Deutschland gekommen ist, hat Länder, Kommunen und Institutionen vor gewaltige praktische Herausforderungen gestellt, zugleich aber eine beispiellose Welle an Solidarität und Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ausgelöst. In manchen Kommunen sind die Annahmestellen bis unter das Dach gefüllt. Doch das kann sich schlagartig ändern, wenn neue Flüchtlinge eintreffen und wenn Flüchtlinge mit Winterkleidung ausgestattet werden müssen.

Während etwa das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kleiderspenden sortiert und kostenlos weitergibt, werden sie beim SKFM beziehungsweise SKF aufgearbeitet und zu niedrigen Preisen in den jeweiligen Läden verkauft, auch an Flüchtlinge.

Hier ein Überblick über die gegenwärtige Lage in Langenfeld, Monheim, Hilden und Haan, wobei es sich in fast allen Fällen empfiehlt, vor einer Spende Kontakt aufzunehmen:

Monheim Für die Erstaufnahme-Einrichtung in der Liselott-Diem-Halle in Baumberg kann Bekleidung montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr beim DRK an der Grabenstraße 54 abgegeben werden (Tel. 02173 32297). "Wir haben Bedarf an Winterware", erklärt der Ortsvereinsvorsitzende Clemens Schwarz. - Der SKFM hat seine Annahmestelle für Flüchtlinge an der Niederstraße 40 wieder geschlossen, nimmt aber Kleidungs- und Sachspenden für Bedürftige und Flüchtlinge an der Krischerstraße 27 entgegen.

Langenfeld "Im Moment sind wir an der Kapazitätsgrenze angelangt", sagt Marion Prell, Erste Beigeordnete der Stadt Langenfeld. Sie hat vor dem Rathaus drei Container als Kleiderkammer aufstellen lassen. "Wenn etwas gebraucht werden sollte, ist es sehr spezifisch", sagt sie und verweist auf die Internetseite der Stadt, wo stets der aktuelle Bedarf zu ersehen ist, und rät, per Mail (siehe Info) anzufragen. "Wann neuer Bedarf entsteht, lässt sich pauschal nicht abschätzen", sagt Prell. "Alle 14 Tage bekommen wir neue Flüchtlinge. Meist sind es um die 130 Personen, demnächst vielleicht mehr." So ist auch die Kleiderkammer des DRK Langenfeld an der Jahnstraße 26 neben dem Rot-Kreuz-Haus derzeit voll; der SKF in Langenfeld nimmt Kleidung, Haushaltswaren und Heimtextilien zum Verkauf in seinem Laden "ProDonna" montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr entgegen. Frank Schöler von der Bürgerinitiative Flüchtlingshilfe Langenfeld sieht derzeit Bedarf an Schuhen sowie an Sportkleidung für Kinder und Jugendliche, die über DRK und Kinderschutzbund gesammelt werden. "Fahrräder sind ebenfalls wichtig", so Schöler. "Sie sind das Hauptfortbewegungsmittel der Flüchtlinge, um in die Innenstadt zu kommen." Winterkleidung werde bereits gesammelt.

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Quelle: RP
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