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Langenfeld
Flüchtlingsfamilien beziehen neues Heim

Langenfeld: Flüchtlingsfamilien beziehen neues Heim
Die dreiköpfige Familie Salem aus Syrien gehört zu den ersten Bewohnern der neuen Unterkunft an der Theodor-Heuss-Straße. FOTO: Andreas Voss
Langenfeld. Die drei Salems aus Syrien gehören zu den ersten Bewohnern des Containerbaus am Freibad.

Die ersten Flüchtlingsfamilien haben jetzt die neben dem Freibad an der Theodor-Heuss-Straße errichteten Containerbauten bezogen. Die seit November mit bis zu 170 Asylbewerbern belegte Wilhelm-Würz-Halle an der Jahnstraße ist nach Angaben von Rathaussprecher Andreas Voss fast geräumt, so dass sie demnächst wieder für den Schul- und Vereinssport nach den Sommerferien hergerichtet werden könne.

Drei Monate hat es laut Voss gedauert, um den für bis zu 156 Bewohner ausgelegten ersten Containerbau an der Theodor-Heuss-Straße zu errichten. Zu den ersten Bewohnern dieses massiven Hauses gehört die dreiköpfige Familie Salem. Mit ihrem zweijährigen Sohn hatten die aus Syrien geflohenen Eheleute bislang in der Massenunterkunft Wilhelm-Würz-Halle gewohnt. "Der Umzug verbessert die Lebensverhältnisse für die Salems und die anderen Familien erheblich", sagt der städtische Sozialreferatsleiter Holger Hammer. Sie bewohnen nun anstelle nach oben offener und nur durch Messebauwände getrennter Kabinen solide Zimmer. "Die Privatsphäre ist dort deutlich erhöht und die Wände bilden eine akustische Barriere. So kann jeder seinem eigenen Ruhebedürfnis nachkommen und schulpflichtige Kinder gehen ausgeschlafen zum Unterricht. Etwa 50 Asylbewerber wohnen laut Voss bislang in der neuen Unterkunft, für weitere 80 sei noch Platz. "Diese werden Zug um Zug belegt. Außerdem soll für die Kinder in dem Gebäude noch ein Spielzimmer eingerichtet werden."

Familie Salem ist nach eigenen Angaben bereits jetzt zufrieden, selbst wenn diese Unterkunft auch nur ein vorübergehendes Zuhause darstellt. "Sobald ihr Asylantrag anerkannt ist, wird sich die Familie nach einer endgültigen eigenen Wohnung umschauen", berichtet Hammer. Die Stadtverwaltung wolle in solchen Fällen Flüchtlingsfamilien und potenzielle Vermieter zueinander bringen. "Wer über freien Wohnraum verfügt, der insbesondere für Familien geeignet ist, sollte sich im Rathaus melden.

Informationen unter Telefon 02173 - 794-2125 bei Jana Wirtz und Thomas Wedell

(mei)
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