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Monheim
Flüchtlingshelfer wollen runden Tisch einrichten

Monheim. Im Gesprächskreis Monheimer Christen und Muslime tauschten sich Träger und Kirchen über ihre Hilfsangebote aus.

Unter dem Motto "Flüchtlingshilfe - Welche Verantwortung haben wir als Christen und Muslime?" trafen sich die Mitglieder des KKV-Gesprächskreises "Christen treffen Muslime" im Pfarrer-Franz-Boehm-Haus, um darüber zu informieren, welche Aktivitäten der einzelnen Gruppierungen es in diesem Bereich bereits gibt. Im Ergebnis verabredeten sie, einen "runden Tisch" unter Federführung der Stadt Monheim einzurichten, um ihre Aktivitäten besser zu koordinieren. So könne man klären, welche Hilfen noch nötig seien und wer diese übernehmen könnte.

Bernd-M. Wehner, Sprecher des Gesprächskreises, informierte anhand einer von der Stadt zur Verfügung gestellten Übersicht darüber, welche ehrenamtlichen und professionellen Hilfsangebote für asylsuchende Menschen angeboten werden.

Frank Nickel und Fatima Laarab, die seit Mitte September 2015 neu im Bereich der Flüchtlingshilfe tätig sind, stellten die einzelnen Projekte des SKFM vor. Angefangen von der Hausaufgabenbetreuung, der "Sprachbar" im Stadtteiltreff, der geplanten Fahrradwerkstatt und einer Internationalen Klasse Plus (IK-Plus) im Haus der Jugend werde hier eine große Palette an Hilfsmöglichkeiten geboten. Wer hier mitmachen möchte, wendet sich an Frank Nickel oder Fatima Laarab unter Telefon 02173 4099285.

Pfarrer Till-Karsten Hesse erläuterte die Aktivitäten der evangelischen Kirche im Mehrgenerationenhaus (MGH). So habe man unter dem Stichwort MGH-Kids gemeinsam mit dem Jugendamt einen Sprachbildung-Kursus für Kinder unter sechs Jahren eingerichtet, die keine Kita besuchen, aber Bedarf an Sprachbildung haben. Ein Interkulturelles Frühstück in gemütlicher Atmosphäre sowie ein Handarbeitstreff für Menschen jeden Alters - ob mit oder ohne Migrationshintergrund - seien weitere Angebote. Außerdem sei unter dem Stichwort "Hand-in-Hand" eine Nachbarschaftshilfe geplant.

Die türkische Moscheegemeinde halte Flüchtlingen während der Fastenzeit im Juni/Juli an 30 Tagen täglich Mahlzeiten im Rahmen des "Fastenbrechens" bereit, berichtete deren Vertreter Didem Adib. Freitags würden türkische Pizzas gebacken und teilweise an Flüchtlinge verteilt. Weiter würden bei Bedarf Möbel und Kleidung besorgt. Anlässlich des Opferfestes im September habe man ein Grillfest für Flüchtlinge organisiert und anschließend Winterkleidung und Schuhe verteilt.

Pfarrer Burkhard Hoffmann von der katholischen Kirchengemeinde St. Gereon und Dionysius plädierte dafür, in der Predigt sowie in den kirchlichen Medien über die Situation der Flüchtlinge zu informieren und bei Bedarf auch zu Hilfen aufzurufen. Ihm liegt sehr am Herzen, sich immer wieder bewusst zu machen, dass die Würde eines jeden Menschen gleich groß ist, egal, ob er Flüchtling oder Einheimischer ist.

Herbert Süß, der Vorsitzende der KKV-Ortsgemeinschaft, wies auf eine Podiumsdiskussion des KKV zum Thema "Flüchtlinge in Monheim" am Freitag, 19.30 Uhr, im Pfarrer-Franz-Boehm-Haus hin.

(elm)
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