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Langenfeld
Flughafen Düsseldorf rüstet sich für Riesenjet A 380

Langenfeld. Für fünf Millionen Euro hat der Airport eine dreifache Fluggastbrücke für den Airbus A 380 von Emirates gebaut. Von Thorsten Breitkopf

Die Baumaßnahmen für den Airbus A 380 am Düsseldorfer Flughafen sind abgeschlossen. Flughafenchef Ludger Dohm und der Emirates-Manager Volker Greiner präsentierten am Terminal die neue Fluggastbrücke. Anders als herkömmliche Anlagen zur Abfertigung von Passagieren hat die Brücke drei Arme. Einer davon kann auch senkrecht herauf- und heruntergefahren werden. Das ist erforderlich, da die Passagiere in dem größten Jet der Welt auf zwei Ebenen sitzen. Entsprechend sind auch die Türen quasi auf zwei Stockwerken angebracht. Einer der höhenverstellbaren "Finger" führt die Passagiere künftig direkt in das Oberdeck des Riesen-Airbus. Der feste Teil der verglasten Brücke ist ungefähr 22 Meter lang und 7 Meter hoch sowie breit und führt zu einem Treppenhaus mit einer Gesamthöhe von 11 Metern. Das angrenzende Gate im Flugsteig C wurde erweitert und bietet Platz für 225 Sitzplätze. Auf dem Vorfeld setzte der Airport an einigen Stellen neue Markierungen, um die A 380-konformen Rollwegbreiten von 95 Metern für den Linienflugbetrieb zu gewährleisten. Zudem wird für den A 380-Betrieb der Einsatz größerer Fahrzeuge wie Tankwagen, Schlepper, Enteisungs- und Cateringfahrzeuge notwendig. Insgesamt hat der Flughafen nach eigenen Angaben rund fünf Millionen Euro investiert.

Die Fluggesellschaft Emirates aus dem arabischen Fürstentum Dubai will Düsseldorf künftig täglich einmal mit dem A 380 anfliegen. Der Erstflug ist für den 1. Juli dieses Jahres geplant. Der Flieger wird jeweils um 15.25 Uhr nonstop nach Dubai fliegen. Der zweite abendliche Emirates-Flug wird weiterhin mit einer Boeing 777 durchgeführt und startet ab Düsseldorf um 21.25 Uhr.

"Wir sind stolz und freuen uns sehr, den Airbus A380 bald an unserem Airport begrüßen zu dürfen", sagte Flughafenchef Dohm. Der Einsatz des Airbus-Flaggschiffs sei ein bedeutender Schritt, um das steigende Mobilitätsbedürfnis der Menschen in NRW zu bedienen. "Mit dieser Entscheidung betont Emirates die hohe Bedeutung, die unsere Region für die Airline hat", so Dohm. Theoretisch können auch andere Airlines, die den Flugzeugtyp Airbus A 380 in ihrer Flotte haben, die neue Fluggastbrücke nutzen. Auch die in Düsseldorf beheimateten Fluggesellschaften Lufthansa, Air France, British Airways oder Etihad haben Flieger des selben Modells. Zurzeit gilt es aber als unwahrscheinlich, dass zumindest in naher Zukunft eine der Linien Düsseldorf ebenfalls mit dem A 380 anfliegen wird. Die Lufthansa hat ihre Wartungsschwerpunkte auf die Luftfahrtdrehkreuze Frankfurt am Main und München konzentriert. Bei den anderen Airlines gibt es ab Düsseldorf kein ausreichendes Passagieraufkommen für den Jet mit mehr als 500 Sitzplätzen. Allerdings ist Düsseldorf auch Ausweichflughafen für den A 380 aller Fluggesellschaften, die Frankfurt, London oder Amsterdam anfliegen.

Quelle: RP
 
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