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Langenfeld/Monheim
Freibad: Nächste Woche wird's wieder voll

Langenfeld/Monheim: Freibad: Nächste Woche wird's wieder voll
Wenn die Wetterprognosen stimmen, dürfte das Drei-Meter-Sprungbrett im Langforter Freibad nächste Woche wieder kräftig federn. FOTO: Matzerath
Langenfeld/Monheim. Der Tagesrekord bei den Besucherzahlen liegt in diesem Sommer bei 4000. Ab Montag soll es wieder heiß werden. Von Isabell Klaas

Wenn das Thermometer über 28 Grad klettert, bestellt Jost Henke, stellvertretender Leiter im Langenfelder Schwimmbad, einen privaten Sicherheitsdienst, der dezent ein Auge auf die Kasse hat und auch auf die Liegewiese am Freibad. Dort tummeln sich bei Superwetter in den Ferien bis zu 4000 Leute. Nicht jedem bekommen Sonnenschein und Hitze gleichgut, "mit steigenden Temperaturen steigt auch die Gereiztheit unter den Freibadgästen", sagt Henke. Da wird der berechtigte Hinweis, nicht zwischen den Liegenden Fußball zu spielen ebenso wenig akzeptiert wie das Verbot, rücksichtlos ins volle Becken zu springen.

Zurzeit macht der Sommer ein wenig Pause, aber schon am Wochenende soll es laut Prognose im Rheinland wieder sonniger und warm werden, nächste Woche sogar sommerlich heiß mit Temperaturen von über 30 Grad. Dann werden es Henke und Kollegen im Langforter Freibad wohl auch wieder mit diesem Wunsch zu tun bekommen: Manch einer will aus Angst vor Sonnenbrand unbedingt mit T-Shirt ins Wasser. Dem Verbot folgt oft genug keine Einsicht, sagt Henke. "Dabei verstopfen die Fasern, die sich von den Shirts lösen, unsere Filter." Selbige müssen in den Ferien, wenn's heiß ist, Schwerstarbeit leisten. Die Filter sind unentwegt im Einsatz, damit das Wasser sauber bleibt.

Nicht immer kommen die Bademeister bei Regelverstößen mit Freundlichkeit weiter. Auch Diskussionen über den Eintrittspreis werden besonders dann entfacht, wenn die Sonne auf den Schädel brennt. An turbulenten Tagen schickt die Sportgemeinschaft Langenfeld, die für das Bad verantwortlich zeichnet, 16 Leute über die Liegewiese, um für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Darunter sind auch Helfer der DLRG. In dieser Saison sind bereits fünf Badegäste wegen der Hitze umgekippt, so dass der Rettungswagen kommen musste.

Bei 4500 Besuchern ist Schluss, sagt Henke. Bisher habe er es allerdings noch nicht erlebt, dass das Bad wegen Überfüllung geschlossen werden musste. 20 Toiletten stehen zur Verfügung, die während des Betriebs fortwährend gereinigt werden. Genauso, wie im Becken permanent der "Verschmutzungsgrad" gemessen und das Wasser entsprechend gereinigt und gechlort wird.

Montags morgens ist dennoch eine Überholung nötig. Dann werden Filter, Überlaufrinnen und Duschen gründlich sauber gemacht. Und das Bad bleibt bis 14 Uhr geschlossen.

Ein bisschen ruhiger geht es in der Außenanlage des Mona Mare. Das ist zwar kein richtiges Freibad, aber man kann von drinnen nach draußen schwimmen. Dennoch gibt es eine schöne Liegewiese, auf der ein paar hundert Leute Platz haben. "Wir sind ein beliebter Anlaufpunkt, wenn ein Gewitter droht", sagt Ulrike Günzel-Spindelmann, stellvertretende Badleiterin. "Hier kann man nämlich schnell ins Hallenbad flüchten, wenn' s losgeht, und nachher wieder rausgehen." An heißen Tagen reichen in Monheim vier Leute zur Aufsicht. Allerdings so richtig abkühlen kann man sich denn auch im Mona Mare nicht: "Das kälteste Becken hat 27, die anderen 30 Grad", sagt Betriebsleiterin Sandra Groß.

Ein bisschen teurer ist der Eintritt ins warme Mona Mare mit seinen übrigen Angeboten als in Langenfeld: In Langenfeld zahlt man 3,60 Euro als Erwachsener - auch wenn man nur eine Stunde schwimmen will. Schüler, Studenten und Jugendliche zahlen 1,80 Euro und Kinder unter sechs zahlen nichts. Das Mona Mare nimmt 5 Euro für Erwachsene. Jugendliche, Studenten und Kinder zahlen 3 Euro, Kinder unter vier nichts.

Quelle: RP
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