| 00.00 Uhr

Langenfeld/Monheim
Für Cabrio-Fahrer kann sich Vollkasko lohnen

Langenfeld/Monheim. Laut Versicherungsverband ergibt der Preisvergleich oft verblüffend wenig Unterschiede zur Teilkasko.

Der Frühling mit Hochsommer-Phasen lockt Cabrio-Fahrer zu Spritztouren ein. "Man sollte jedoch nicht vergessen, die Versicherung kritisch zu prüfen", sagt Sebastian Meurer, Sprecher des Bezirks Leverkusen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). "Da die meisten Cabrio-Fahrer in 20- bis 30-Prozent-Klassen eingestuft sind, lohnt die Vollkasko-Versicherung eher als die Teilkasko." Das Erstaunliche dabei ist laut Meurer, dass die "Vollkasko häufig bei einem umfassenderen Schutz weniger kostet als eine Teilkasko-Versicherung".

Deshalb sein Praxis-Tipp an alle Cabrio-Fahrer: Unbedingt den Unterschied kalkulieren lassen, auch wenn man erst 40 oder 30 Prozent Beitrag zahlt. Denn oft koste die Vollkasko, die auch bei Eigenschäden nach selbst verursachtem Unfall zahlt, nur um die 50 Euro mehr pro Jahr.

Die günstige Beitragskalkulation der Versicherer hätten die Cabrio-Fahrer sich selber zu verdanken. "Sie fahren erstens besonders vorsichtig im Straßenverkehr und sind achtsam beim Parken. Zweitens weisen die Cabrios eine geringere Kilometerleistung auf", stellt Meurer fest.

Für einen breiten Versicherungsschutz sind dem Experten zufolge dennoch einige Verhaltensregeln zu beachten: "Das Cabrio sollte auch mit offenem Verdeck stets nur abgeschlossen geparkt werden. Wird das Auto über eine längere Zeit in unsicherer Gegend oder gar über Nacht offen abgestellt, kann der Versicherer von grober Fahrlässigkeit des Halters ausgehen und den Versicherungsschutz mindern." Übrigens gelten für Navis die gleichen Bedingungen wie für geschlossene Pkw: "Fest eingebaute Geräte sind versichert, tragbare Navis ersetzt die Versicherung dagegen nicht."

Einen Tipp hat Meurer auch für Eigner älterer Autos parat: "Eine Teilkasko ist nicht immer günstiger als eine Vollkasko. Denn der definitive Preis richtet sich für die Vollkasko nicht nur nach der Typklasse (Reparaturfreundlichkeit, Beliebtheit bei Dieben), sondern auch nach dem Ort bzw. der Regionalklasse. Und dann kommen zahllose Einzelheiten zum Halter (Alter, Geschlecht, Beschäftigungsverhältnis) und zur Fahrweise (gefahrene Kilometer, Garage) hinzu, die zu möglichen Sonderrabatten führen." Für manchen Autofahrer kann daher ein Versicherungsvergleich zu einem verblüffenden Ergebnis führen, berichtet Meurer. Daher der BVK-Praxistipp: Klaffen die Typklassen von Teil- und Vollkasko um vier Stufen oder mehr auseinander, könnte sich schon ein Umstieg lohnen. In diesen und allen anderen Fällen wende man sich am besten an einen Versicherungskaufmann.

(gut)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Langenfeld/Monheim: Für Cabrio-Fahrer kann sich Vollkasko lohnen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.