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Kreis Mettmann
Galerie zeigt kleine Persönlichkeiten

Kreis Mettmann. Im September locken im Kreis Mettmann etliche Ausstellungen mit Fotografie, Malerei, Skulpturen und Installationen.

Unter den vielen Kunstausstellungen, die in den kommenden Wochen im Kreis Mettmann geboten werden, ragt von den Motiven her die von Lidia Barbara Gordon heraus. Unter dem Titel "Prinzessinnen, Prinzen und Kinderportraits" sind von ihr ab Samstag, 5. September, im Haus Hildener Künstler 24 Momentaufnahmen im Format 20 mal 20 Zentimeter auf Leinwand zu sehen (siehe Info-Box). Ihre Porträts zeigen Kinder mit stark ausgeprägten Emotionen; sie lachen, sind ängstlich, verärgert, schmollen oder schauen wach und herausfordernd den Betrachter an. "Ich wünsche mir, dass alle Kinder ganz natürlich aufwachsen, abseits von Krieg und Missbrauch", sagt Gordon, die an der Fachhochschule für Kunst in Bromberg studierte und seit 1996 Mitglied im Haus Hildener Künstler ist.

Unter dem Titel "In Stein gehauen" sind ab dem 5. September in der Langenfelder Wasserburg Haus Graven Skulpturen von Bildhauern aus Simbabwe zu sehen. Die 45 Arbeiten zeitgenössischer Künstler werden viele Besucher überraschen. Nach Angaben der Organisatoren soll die in Zusammenarbeit mit der Münsteraner Kunsthalle Schnake zustande gekommene Ausstellung zeigen, dass jenseits folkloristischen Kunsthandwerks in Afrika auch moderne Weltkunst entsteht. Bis zum 29. November an Wochenenden geöffnet.

Liebhaber guter Western kennen den Titel "Weites Land", ein begnadet guter Film des Regisseurs William Wyler aus dem Jahr 1958. Gregory Peck spielt einen Städter, einen Außenseiter, der sich mit den rauen Gepflogenheiten der Familie seiner Verlobten nicht abfinden will und seine eigenen Wege sucht - in einer Prärielandschaft. Daran erinnert ein wenig das Motto "Human Land", frei übersetzt "menschliches Land". Mit diesem Titel startet am Sonntag, 30. August, eine Ausstellung im Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64 in Hilden. Zu sehen sind künstlerische Positionen zum Verhältnis Mensch und Landschaft. Die Fotografien, filmischen Essays und Rauminstallationen erzeugen zum einen Ruhe und Frieden im Betrachter, aber auch ein Spannungsverhältnis, ist es doch der Mensch, der Landschaften formt. 16 Künstler beteiligen sich an der von Birgitta Thaysen kuratierten Ausstellung (bis 27. September Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 und Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr).

"Erfahrung/Improvisation" ist der Titel der aktuellen Ausstellung in der Städtischen Galerie Hilden, Bürgerhaus, Mittelstraße 40. Gezeigt werden Zeichnungen, Druckgrafiken und Collagen von Bärbel Esser. Der Betrachter muss sich ihren abstrakten Werken annähern, Zeit mitbringen für eine eingehende Betrachtung, um Formen und Farben auf sich wirken zu lassen - und um letztlich zu erkennen, dass in diesen Bildern alles ineinanderfließt, sich aber zugleich in Auflösung befindet (dienstags, mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr, donnerstags 16 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr). Die Schau wird am 24. September abgelöst durch die Ausstellung "Malerei - Landschaften und Architekturen in Acryl" mit Werken von Marcus Schmitz (bis 17. Oktober).

Das derzeit sehr auf moderne Kunst fokussierte Museum Ratingen (Grabenstraße) wird ab dem 25. September auch seinem lokalen Auftrag als Bewahrer der Stadtgeschichte gerecht: Birgit Jensen beschäftigt sich derzeit mit der langen Besiedelungsgeschichte Ratingens. Sie setzt jahrtausendealte Stätten wie den Stinkesberg und den ehemaligen Kalksteinbruch (heute Blauer See), an dessen Ufern sich die Umwandlung von Kalkstein zu Dolomit in allen Phasen erkennen lässt, in Szene, indem sie Fotos zu Siebdrucken abstrahiert. Performancekünstler Jörg Steinmann steuert Geräuschprofile der einzelnen Stätten bei. Sie sind erstellt aus vor Ort aufgenommenen Tönen.

Quelle: RP
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