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Monheim
Gespinst ist von harmlosen Raupen

Monheim. Sträucher sind befallen, aber nicht vom giftigen Eichen-Prozessionsspinner

Verdacht auf Eichen-Prozessionsspinner - dieser Hilferuf aus der Baumberger Geschwister-Scholl-Straße erreichte in diesen Tagen die Stadtverwaltung. "Nach einer Ortsbegehung konnte Entwarnung gegeben werden", berichtet Rathaussprecher Norbert Jakobs. "Es sind Gespinstmottenraupen."

Der Befall durch diese Tiere sieht an einigen Sträuchern laut Fritz Ulrich Axt aus der Grünflächen-Abteilung "zwar spektakulär aus, die Tiere sind aber absolut harmlos". Beim befürchteten Eichen-Prozessionsspinner wäre die Situation eine andere gewesen. Die Raupen dieser Tiere haben nämlich Haare, die bei Kontakt bei Menschen zu heftigen Allergien führen können. "Wären es tatsächlich Eichen-Prozessionsspinner gewesen, hätten wir einen externen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen müssen", erläutert Axt. "Einen solchen Fall hat es hier in Monheim lange nicht gegeben." Übrigens: So spektakulär der Befall mit Gespinstmottenraupen vor allem an Sträuchern auch aussieht, bedeutet es dennoch nicht das Ende der Pflanzen. "Die Raupen fressen die Sträucher im Frühjahr kahl. Nach einer Weile verpuppen sie sich und werden zu kleinen Faltern. Der Zweitaustrieb der Pflanzen Mitte Juni lässt sie dann wieder grün werden", sagt Axt.

(mei)
 
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