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Monheim
Giftige Raupe befällt Monheims Eichen

Monheim. Mehrere Gespinste des Eichenprozessionsspinners beseitigt. Vorsicht: Kontakt kann schmerzhaft sein.

In ihrem späteren Leben als dunkelgrauer Nachtfalter ist er unscheinbar wie eine Motte. Als Raupe ist der Eichenprozessionsspinner dagegen für Mensch und Natur gefährlich - und zurzeit in Monheim eine Plage.

Bei Berührung stoßen die Raupen das Nesselgift Thaumetoporin aus, das zu schmerzhaften Hautausschlägen führen kann. Und das Einatmen der Nesselhärchen kann allergische Reaktionen auslösen. Erzieherinnen des Monheimer Waldkindergartens hatten erste Gespinsternester im Knipprather Wald entdeckt. Förster Karl Zimmermann und die Stadtverwaltung stellten weitere befallene Eichen fest und ließen einige Gespinste bereits aufwändig beseitigen.

Die behaarten Raupen krabbeln laut Zimmermann in regelrechten Marschkolonnen in die Eichen, um zu fressen und anschließend am Stamm oder bis in die Krone hinein Gespinstnester anzulegen. Dort verpuppen sie sich gemeinsam. Der Marsch der Raupen erinnert dabei an eine Prozession. Daher rührt der etwas seltsame Name. Nur in wenigen Fällen schade der Prozessionsspinner befallenen Eichen nachhaltig, sagt der Förster. "Bedeutender ist die Gefahr hingegen für den Menschen." Vor allem Allergiker sollten den Knipprather Wald zurzeit meiden.

Auch in Eichen an der Bleer und Opladener Straße, auf dem Waldfriedhof und an der Alfred-Nobel-Straße haben die städtischen Gärtner Gespinste entdeckt und umgehend entfernen lassen. Laut Rathaussprecher Thomas Spekowius taten und tun dies Fachleute "durch Absammeln, Absaugen und Abflämmen, um auch die letzten Härchen zu erwischen. Teils sogar mittels Seil- und Klettertechnik bis ganz hoch in die Bäume hinauf."

"Wir tun, was wir können", sagt Gärtnermeister Jan-Philipp Blume vom Team der städtischen Grünflächen-Pfleger. Meldungen über weitere Gespinste in Monheim nimmt er unter Tel. 02173 951673 entgegen.

In Langenfeld sind laut Betriebshofschef Bastian Steinbacher aktuell noch keine Gespinste der Eichenprozessionsspinner bekannt. Wer sie in Eichen entdecke, soll dies dem Langenfelder Betriebshof unter Tel. 02173 7945555 mitteilen.

(mei)
 
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