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Langenfeld
Grau und Weiß werden im Frühjahr Trend

Langenfeld: Grau und Weiß werden im Frühjahr Trend
Zu den Modefarben im Frühjahr gehören neben Gold und Silber auch Weiß und Grau. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Langenfeld. Der Winterschlussverkauf ist schon in vollem Gange. Ab 25. Januar können die Preise nochmal purzeln. Dann ist offizieller Start. Von Isabell Klaas

Eigentlich gibt es ihn ja seit 2004 nicht mehr, den Schlussverkauf, der einzig und allein auf die vier Jahreszeiten beschränkt ist. Dennoch ist er derzeit in vollem Gange. Bevor der Frühling in die Läden Einzug hält, muss die Winterware raus. Möglichst komplett, damit nichts mit in die nächste Wintersaison geschleppt wird. Wer lange genug wartet, kann Schnäppchen machen, die bis zu 70 Prozent unter dem offiziellen Preis liegen.

Und deshalb lohnt sich vielleicht auch mal ein Besuch der etwas exklusiveren Einzelhandelsgeschäfte wie zum Beispiel Alice an der Heiligenstraße oder Patricia Reiter am Markt in Hilden. Wer noch etwas Weihnachtsgeld übrig hat, ist eventuell bereit, für eine sehr ausgefallene italienische Jeans, die früher unerschwingliche 269 Euro kostete, jetzt 161, 40 Euro zu bezahlen. Wer Glück hat und die passende Schuhgröße ergattert das einzige Restepaar edler italienischer Ankle Boots, die ursprünglich 460 Euro kosteten und nun "nur noch" die Hälfte.

Dass die Ware in exklusiven Läden wie Shoes & More in der Langenfelder Stadtgalerie nach der Reduzierung immer noch teuer sind, geben die beiden Geschäfts-Inhaber Angelika Krause und Dietmar Reckmann unumwunden zu. "Teures bleibt teuer", sagt Reckmann. Das heißt dort beispielsweise, dass ein ausgefallener Schuh der Wintersaison statt 239 Euro jetzt 189 Euro kostet. "Bei Schuhen reduzieren wir in der Regel nur um 30 Prozent", sagt Krause. Sicher kann die Käuferin dafür sein, dass sie mit ihrer Neuerwerbung kaum eine andere Langenfelderin treffen wird. Denn es sind ausschließlich Einzelstücke, die in der Galerie reduziert über die Theke gehen. Und das wohl noch bis in den März hinein.

Mit 30 bis 50 Prozent Preisnachlass kann man derzeit überall rechnen. Egal, ob es nun Ketten wie Bonita, Cecil oder Steenegraf sind, die es in vielen Städten des Kreises gibt. Auch bei Schuh Kaulmann, Sport Voss und im alt eingesessenen Bekleidungsgeschäft Holtzhausen an der Mittelstraße in Hilden purzeln in den nächsten Wochen die Preise noch weiter. Zu der Höhe seiner Nachlässe macht Inhaber Franz-Josef Ostgathe keine offiziellen Angaben. "Unseren Schlussverkauf gestalten wir gleitend über mehrere Wochen", sagt er.

Preisnachlässe während der Saison gibt es bei ihm nicht. "Wir wollen nicht unsere eigene Ware entwerten", sagt der Geschäftsmann. Insgesamt hat er sich schon auf mildere Winter eingestellt. "Dicke Daunenjacken kaufen wir kaum noch ein, eher Übergangsmäntel." Auch Krause und Reckmann haben sich beim Einkauf der Winterware schon länger auf den Klimawandel eingestellt und daher nicht mehr übermäßig viel Restware in ihren Regalen.

Übrigens wartet in einigen Ladenlokalen schon die Frühjahrsware auf ihre Abnehmer. "Und wenn das weiterhin so mild ist, kaufen die Leute diese auch schon", sagt Angelika Krause. Sie und ihr Mann geben schon einmal einen Vorausblick, was auf die modebewusste Kundin zukommt: "Hippie-Look in allen seinen Ausprägungen: Schlaghosen, Fransenlederjacken im typischen Cowboystil, viel Weiß mit Silber, Grau und Gold und bei den Schuhen liegen vor allem Metallic-Töne im Trend."

Doch bei allen Bemühungen der Einkäufer um Modisches: "Letztlich entscheidet der Kunde, ob die Trends auch ankommen. Hundertprozentig genau weiß man nie, was ihm oder ihr so gefällt", sagt Dietmar Reckmann.

Quelle: RP
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