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Langenfeld
Haltestelle macht Schulweg sicherer

Langenfeld. Ein speziell für die Eltern eingerichteter Haltepunkt an der GGS Götscher Weg soll das morgendliche Verkehrschaos entzerren. Von Pascal Conrads

Die Gemeinschaftsgrundschule am Götscher Weg in Langenfeld-Richrath hat gestern zusammen mit der benachbarten Kindertagesstätte eine "Elternhaltestelle" eröffnet und mit dieser Aktion auf die gefährliche Verkehrslage an der Schule aufmerksam gemacht. Die Vorsitzende der Elternpflegschaft, Natalie Bohnwagner, berichtete, dass es in erster Linie die Eltern selber sind, die - wenn sie ihre Kinder zu Schule fahren - zu den Gefahrenverursachern gehörten. So seien Väter und Mütter häufig auf den Parkplatz vor der Grundschule und der Kindertagesstätte gefahren, um ihre Kinder schnell an der Schule rauszulassen.

Ein Problem dabei sei es, dass der Parkplatz in aller Regel von Schülern als der kürzeste Weg in die Klassen genutzt werde. Die riskanten Wendemanöver der Eltern hätten zwar bisher zum Glück noch keine ernsthaften Unfälle verursacht, führten aber zu einer unübersichtlichen Verkehrslage. "Viele Eltern trauen sich gar nicht, ihre Kinder bei dem enormen Straßenverkehr allein zu Fuß zum Unterricht zu schicken", sagte die Mitinitiatorin der "Elternhaltestelle", Natalie Bohnwagner. Dabei wohnten die allermeisten Familien fußläufig zur Schule. Rektorin Lydia Jüschke sagte, sie habe oft auch ein ihr unerklärliches Verhalten beobachtet: "Einige Eltern fahren die Kinder samt Tretroller zur Schule, holen diese aber nicht wieder ab. Der Roller wurde also mitgebracht, damit die Schüler alleine nach Hause fahren." Warum die Schüler nicht auch einfach morgens schon mit dem Roller alleine zur Schule kommen könnten, sei nicht nachvollziehbar. Zudem teilte sie mit, der Parkplatz vor der Schule sei eigentlich nur für die Lehrer der Schule und Erzieher der Kita vorgesehen. Dies sei auch weiter kein Problem, denn wenn die Kinder zur Schule kämen, seien die Lehrer und Erzieher schon längst da. Durch sie würde es also nicht zu gefährlichen Verkehrssituationen für die Schüler kommen. "Die eingeweihte Elternhaltestelle soll ein gesunder Kompromiss sein", erklärte Ronald Faller, Klimaschutz-Manager der Stadt Langenfeld. Man könne den Eltern nicht verbieten ihre Kinder zur Schule zu bringen, die Haltestelle schaffe aber eine ruhigere und sicherere Straßenlage. Langfristig wolle man die Eltern zum Umdenken bewegen. Ziel sei es, dass sie ihre Kinder zu Fuß zur Schule schickten. Der Fußweg trage nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern er könne den Kindern dabei helfen, sich auf die Schule einzustellen und wach zu werden, bevor sie bis zum Mittag in der Schule sitzen.

Quelle: RP
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