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Monheim
Hammesfahr bringt Kosmetik auf den Weg

Monheim: Hammesfahr bringt Kosmetik auf den Weg
Im Hochregallager der Monheimer Spedition Hammesfahr hat Herbert Vogel ein Auge auf die Abläufe. FOTO: RALPH MATZERATH
Monheim. Fast jedes Henkel/Schwarzkopf-Produkt durchläuft das Gelände des Familienunternehmens in der Nähe des Monheimer Monbergs. Von Martin Mönikes

Schwarzkopf-Kosmetik- Produkte, die weltweit in irgend einem Ladenregal stehen, wurden in der Regel unterhalb des Monbergs auf den Weg gebracht. Der Transport von der Kosmetik-Produktion im bayerischen Wassertrüdingen bis zu den örtlichen Einzelhändlern geht zunächst über die Monheimer Spedition Hammesfahr.

70.000 Quadratmeter Lagerfläche sind für Weiterleitung und Kommissionierung erforderlich. Imposantes Herzstück des 2010 eröffneten Neubaukomplexes ist das 2400 Quadratmeter große Hochregallager. Laut Herbert Vogel, Mitglied der Geschäftsleitung, werden im Schnitt täglich neun Eisenbahn-Doppelwaggons mit jeweils 144 Paletten entladen.

Wieselflinke Elektrostapler bringen die Ware an den Standort, den der Mitarbeiter beim Scannen der Palette über Kopfhörer genannt bekommt. "Bereits am Vortag wissen wir, was die gelieferten Paletten enthalten", beschreibt Herbert Vogel, Mitglied die Geschäftsleitung, die Grundlage der elektronischen Lagerverwaltung.

Relativ wenig Aufwand betreiben die 180 Mitarbeiter mit den Paletten für die britischen Inseln oder Belgien. Die werden komplett in Lastwagen verladen und auf der Straße und See weiter transportiert. "Mit dem Bahntransport bis hier wurden immerhin etwa 500 Autobahnkilometer erspart", sagt Vogel und weist auf die Henkel-Ökobilanz hin. "Das heißt: rund 10.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich weniger."

Alle anderen Paletten verschwinden über zwei Zugänge im Hochregallager, an denen bis zu 200 Paletten stündlich gescannt, vermessen, gewogen und geprüft werden: Hat sich die Folie verzogen? Fehlt der Palette ein Holzfuß? Gegebenenfalls werde nachgebessert, um die optimale automatische Einlagerung nicht zu erschweren. Im Regalraum surren fünf Kränen, die in ihren Gassen jeweils eine Doppelreihe Paletten bis zur Höhe von 22 Meter verwalten. Es gilt das Prinzip "First in, first out": Die am längsten lagernde Palette wird zuerst entnommen, wenn ein bestimmtes Produkt benötigt wird. Das Hochregallager ist mit einer Entlüftung versehen, die im Störfall bis stündlich 25.000 Kubikmeter Luft austauscht. Eine Gaswarnanlage und modernste Sprinkleranlagen komplettieren die Sicherheitstechnik.

Erst wenn entsprechende Kundenaufträge vorliegen, verlassen die Paletten das Hochregallager, ebenfalls vollautomatisch. Bei Lieferungen an Großabnehmer wie Handelsketten oder Exporte (von Dubai bis Mexiko) verschwinden die Paletten komplett in einem der Seecontainer beziehungsweise Lkw, die täglich von den Rampen an der Rheinparkallee ins Straßennetz ausschwärmen.

Palettenweise verlassen auch die Artikel das Lager, aus denen die kleineren Aufträge von Hand kommissioniert werden. Dreier-Riegel mit Haarspray, eingeschweißte fünf Packungen Shampoo usw. sind die Größenordnungen, die mehr als 50.000-fach täglich in Kartons sortiert werden können. Jede dieser Kisten wird Vogel zufolge letztendlich optisch kontrolliert, denn: "Die Inventurdifferenz tragen wir."

Quelle: RP
 
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