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Monheim
Hardy-Flitzer gewinnen Badewannenrennen

Sechstes Badewannenrennen in Monheim
Sechstes Badewannenrennen in Monheim FOTO: Ralph Matzerath
Monheim. Das sechste Badewannenrennen lockte viele Hundert Neugierige in die Altstadt. Die Hardy-Flitzer wurden zum dritten Mal Gesamtsieger. Von Dirk Neubauer

Warum haben Badewannen in Monheim Rückspiegel? Und warum haben manche Haushalte keine Badewanne mehr? Zwei Fragen, auf die es am Samstag eine 370 Meter lange Antwort gab. Zwischen Schelmenturm und Spielmann verwandelte sich die Turmstraße in eine Rennstrecke, Strohballen-Schikane, zwei Geschicklichkeitsprüfungen und eine bunte Boxengasse inklusive. 20 Teams gingen mit Muskelkraft, Basteltalent und unter der Auflage des extrem strengen, zweiseitigen Badewannenrennen-Renn-Reglements der dritten und alles entscheidenden Frage dieses Wochenendes nach: Wer bewegt den schnellsten Waschzuber des Ortes? Viele hundert Gäste entlang der Strecke und in den Altstadtkneipen erlebten bei strahlendem Sommer-Wetter wahre Wannen-Wonnen. Am Ende gewannen wie schon 2011 und 2013 die Hardy-Flitzer den Spaßwettbewerb der Marienburg-Garde.

Eigentlich betreiben Frank und Bettina Hardy keinen Rennstall, sondern ein Unternehmen, das Alarmanlagen, Haustechnik und WLAN-Netze anbietet und verkauft. Doch das verblasst hinter Monheimer Renngeschichte, die die Hardy-Flitzer bereits seit 2011 schreiben. "Damals haben wir lange nach der windschnittigsten Form für eine Badewanne gesucht", erinnert sich Bettina Hardy. Was aktuell als gelber Hardy-Blitz über die Turmstraße fliegt, gleicht dann aber doch eher einem konventionellen Wannen-Modell. Neu: eine Nebelmaschine, mit deren Hilfe der Konkurrenz der Durchblick genommen wird.

Das Geheimnis des dritten Gesamtsieges in Folge und der schnellsten Runde des Tages lauert in Gestalt der Brüder Henrik und Christoph Hermes an der Schiebestange der Wanne. Sie trainieren als Inline-Hockey-Spieler regelmäßig. Dritter in der Wanne: Fahrer Martin Knobl, der im Gegensatz zu manch anderem Piloten eher ein Idealgewicht ins Sieger-Gefährt einbringt.

Da können weder die Peto trotz Anschubhilfe des Bürgermeisters Daniel Zimmermann mithalten, noch der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Monheim. Letztere gehen mit einer original Feuerwehrsirene auf die Rennstrecke – und stecken sich deshalb vor jedem Start Stöpsel in die Ohren. "Wir haben eine Woche lang intensiv an unserem Gefährt gearbeitet", berichtet Stephan Göbel. Zwei Trainingsrunden auf dem Hof der Feuerwache gaben den 112-Flitzern eigentlich ein gutes Gefühl. "Letztlich waren unsere Hinterräder nicht optimal", analysiert Larissa Wüster das Ausscheiden bereits in der Vorrunde. Zu schwere und zu kleine Hartgummirollen machten zunichte, was ein viel versprechender Vorderbau zumindest andeutete. Alex Iffland zuckt mit den Schultern: "Macht nichts – wir hatten sehr viel Spaß, und darum ging es schließlich hier."
Derweil genießt Florian Große-Allermann, Geschäftsführer der Marienburggarde, die Gunst der Verkleidung. Während viele Konkurrenten gleich in Sport-Shorts und T-Shirt antreten, trägt er einen dunkelblauen Tüll-Tütü. "Hmm, das ist sehr luftig!" verrät er und verschweigt alle weiteren Details. Sein "Team Krümelmonster" folgt dem Schlachtruf "Auf die Plätzchen, fertig, los".

Zusätzlichen Schub bekommt das Badewannenrennen durch die Hauptsponsoren Mega Multimedia, Poco und Expert-Markt.

 

 

Quelle: RP
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