| 00.00 Uhr

Monheim
Heimat-Museum bekommt ein rotes Dach

Monheim: Heimat-Museum bekommt ein rotes Dach
Das Deusser-Haus in Monheim soll saniert werden. Dieter Sturm vom Museumsverein ist gespannt auf das hier angedeutete rote Dach. FOTO: Matzerath
Monheim. Die Stadt Monheim stellt 200 000 Euro für die Sanierung des Deusser-Hauses gegenüber der Marienkapelle zur Verfügung. Von Heike Schoog

Zwei Jahre lang hat Dieter Sturm gekämpft. Jetzt soll es endlich losgehen. Für 200 000 Euro wird die Stadt Monheim das Deusser-Haus sanieren. "Das denkmalgeschützte Haus bekommt ein rotes Dach", sagt der Vorsitzende des Museumsvereins. Außerdem wird die Fassade saniert. Das bestätigt auch Tourismusmanagerin Maximiliane Richtzenhain. "In den nächsten Tagen könnte es losgehen", sagt sie.

"Eigentlich sollte das Baugerüst bereits am 1. März aufgestellt werden", erläutert Sturm. Doch wegen der Wetterverhältnisse habe sich der Sanierungsbeginn verschoben. Er hofft, dass Dach, Fassade und auch die historischen Fenster bis zu den ersten Veranstaltungen repariert sein werden. Sechs Wochen, so weiß der rührige Vorsitzende des 213 Mitglieder zählenden Vereins, sind für die Arbeiten veranschlagt. Er geht davon aus, dass die Arbeiten erst nach den Osterferien beginnen. Aufgehübscht wird das denkmalgeschützte Gebäude nur außen. Im Inneren präsentiert der Verein weiter Nostalgisches aus der Vergangenheit. "Wir sind ein Heimatmuseum", sagt Dieter Sturm unmissverständlich. "Hier sind Gegenstände aus vergangenen Zeiten zu sehen, die Monheimer uns geschenkt oder als Leihgabe überlassen haben", erläutert er mit Blick auf das Museumskonzept der Stadt. "Wir haben nichts gegen die MonChronik", sagt Sturm. "Wir sind gerne Teil davon, was auch an der Gänseliesel, die vor der Eingangstür steht, zu sehen sei. Aber in einem Heimatmuseum müsse es konkrete, sinnlich erfahrbare Exponate geben. Virtuelle Präsentation passen aus seiner Sicht nicht in ein solches Museum. "Zeigen Sie einer Schulklasse mal einen Teppichklopfer. Den können die Kinder in die Hand nehmen. Oder Holzschuhe. Die Schüler haben eine Heidenspaß, darin herumzulaufen, und ich erkläre ihnen, wozu sie genutzt wurden."

Seitens der Stadt will man keinen Druck auf das Museum und den Verein ausüben. "Die Mitglieder und viele Monheimer lieben den Charme des Museums", sagt Richtzenhain. "Das respektieren wir." Die MonChronik sei kein starres Konzept. Sie unterliege einem ständigen Wandel.

Sturm sieht seinen Verein und das Deusser-Haus durchaus als Teil der Stadt und der Museumslandschaft. Deshalb will er das Heimatmuseum auch auf der Vereinsmeile zum Stadtfest präsentieren. "Wir waren länger nicht mehr dabei", sagt er und hofft, dass sich genügend Freiwillige finden werden, die bei der Organisation mitmachen. Und weil der Kreis Mettmann keine gemeinsame Nacht der Museen mehr veranstaltet, beteiligt sich das Deusser-Haus in diesem Jahr auch erstmals am deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals (11. September). "Das ist neu", sagt er. "Wir werden bis etwa 22 Uhr öffnen. Als Ausgleich für die Museumsnacht."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Monheim: Heimat-Museum bekommt ein rotes Dach


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.