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Langenfeld
Heimgutachter testen Pilzgerichte

Langenfeld: Heimgutachter testen Pilzgerichte
Die Heimgutachter mit Teamleiterin Dorothee Schmitz (l.) und Pilzzüchter Peter Marseille (2.v.l.) probierten sich durch verschiedene Pilzgerichte. FOTO: Matzerath
Langenfeld. Ein Fachmann gibt Tipps für gesunde Ernährung in Senioreneinrichtungen. Von Cristina Segovia-Buendía

Gutes Essen ist nicht nur ein Genuss: Besonders für viele ältere Mitmenschen markiert die tägliche Nahrungsaufnahme einen Höhepunkt in ihrem Alltag, der Zeitpunkt des Tages, auf den sie sich mit Abstand am meisten freuen. Umso wichtiger ist es, dass dann eine gute, gesunde und abwechslungsreich gestaltete Kost auf den Tisch kommt. Das haben auch die Gutachter des Heimverzeichnisses erkannt, "ein gemeinnütziges Projekt mit dem Ziel, die Lebensqualität für Menschen in Einrichtungen der stationären Langzeitpflege nachhaltig zu fördern und zu verbessern", heißt es dazu auf der offiziellen Homepage.

Dafür ließ sich ein Teil dieser Gutachtergruppe aus dem Postleitzahlgebiet vier, von Cloppenburg bis nach Essen, jetzt vom renommierten Pilzzüchter Peter Marseille in Leichlingen schulen. Am Bergerhof erfuhren die neun Kontrolleure nicht nur viel Wissenswertes über die guten und gesunden Eigenschaften von Champignon und Co., sie konnten sich auch selbst vom delikaten Geschmack der unterschiedlichen Pilzarten überzeugen.

Monika Marseille, Frau des Leichlinger Pilzzüchters, hatte für die Gutachter allerlei Leckereien aufgetischt: weiße Champignons mit Garnelen gefüllt und braune mit Spinat, beide mit einem Kräuterquarkmantel. Eine kleine, einfach zubereitete Delikatesse und ein Gaumenschmaus, mussten auch die Seminarteilnehmer zugeben. "Mmm, wirklich sehr lecker und so einfach", äußerte eine der Gutachterinnen. "41 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen mögen Pilze", erzählte Marseille, während seine Gäste die Delikatessen verspeisten. Pilze, eines der teuersten Gewächse, weil sie für ihre Züchtung sehr viel Energie und Wasser benötigen, seien vor allem für Männer ab 40 Jahre gut: "Sie verbessern die Durchblutung der Prostata."

Im Anschluss servierte die Köchin des Hauses Austernpilze nach mediterraner Art: eine kalte Vorspeise, besonders geeignet für warme Sommertage. "Sehr erfrischend und bekömmlich", sagte Monika Marseille. "Austernseitlinge sind besonders gut bei Magen- und Darmerkrankungen", erklärte der Pilzkenner weiter. "Wer nach dem Genuss von Austernseitlingen das dringende Bedürfnis verspürt, aufs stille Örtchen zu verschwinden, der sollte vielleicht einen Arzt aufsuchen." Die medizinische Wirkung von Pilzen seien auch der Pharmaindustrie bekannt, die viele der Gewächse für Präparate nutzt. Nach der Hauptspeise - eine große Pilzpfanne mit weißen und braunen Champignons, Austernseitlingen und cholesterinsenkenden Shiitake-Pilzen - widmeten sich die Fachleute einer internen Schulung. Referentin Ricarda Holtorf von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erklärte unter anderem, wie sich die Verpflegungsqualität in Senioreneinrichtungen optimieren lässt.

Quelle: RP
 
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