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Baumberg
Helmut Heymann hat viele Ideen

Baumberg: Helmut Heymann hat viele Ideen
Der Vorsitzende des Bürgervereins, Helmut Heymann, möchte Baumberg stärken und auch alle Neubürger im Ortsteil integrieren. FOTO: Matzerath
Baumberg. Insgesamt gingen beim Wettbewerb des Bürgerverein 83 Vorschläge ein, wie Baumberg liebenswerter werden kann. Von Petra Czyperek

83 Vorschläge sind bei Helmut Heymann eingegangen. Der Vorsitzende des Baumberger Allgemeinen Bürgervereins (BAB) hatte zum Ideenwettbewerb aufgerufen, wie Baumberg interessanter und schöner werden kann. Jetzt freut er sich bei den Einsendungen über "viel Kreativität" und einen "unglaublichen Fundus an Ideen". Doch allein bei einer Auflistung der Vorschläge will es der agile 64-Jährige nicht belassen. "Es ist jetzt die Aufgabe des BAB alle eingereichten Vorstellungen zu kanalisieren", betont Heymann.

Doch damit nicht genug: Für die Umsetzung von ungefähr 20 Themen hat der Baumberger schon konkrete Pläne entwickelt; einige hat er bereits selber angepackt. "Ich habe Bürgermeister Daniel Zimmermann außerdem alle 83 Vorschläge geschickt - es ist ja schon interessant, was die Leute denken." Ihn und die Verwaltung möchte der Vorsitzende des BAB für die ein oder andere Aktivität nämlich gerne mit ins Boot nehmen.

Die Wünsche der Bürger sind vielfältig. Sie betreffen politische Themen und Verkehrsangelegenheiten, stadtplanerische Aspekte, das Brauchtum sowie kulturelle Themen. In diese Kategorie gehört unter anderem der Vorschlag, die 80 Zentimeter große, abstrakte Bronzeskulptur "Bereitschaft" des Bildhauers Bernhard Guski im Foyer des Bürgerhauses instand setzen zu lassen und einen neuen, geschützteren Standort für sie zu finden. "Die war total wackelig und angekratzt." Kurzerhand setzte Heymann sich mit dem in Hückeswagen lebenden Künstler in Verbindung, der sein Werk nun überarbeitet. Anschließend wird es hinter dem Bürgerhaus einen neuen Standort bekommen. "Die Bronze kann man dann vom großen Saal aus gut sehen." Guski schuf auch den Bibi-Brunnen an der Doll Eck.

Nach dem in Monheim bekannten Heimatdichter Jakob Behrens soll ein Platz im Ortsteil benannt werden, wünscht sich Eduard Mayer. Zwischen Griesstraße und Schwanenstraße liegt eine kleine Grünfläche mit einem Baum und einigen Sträuchern. Diese Fläche wird in einen kleinen Platz mit blühenden Pflanzen umgestaltet. Er soll dann Jakob-Behrens-Platz genannt werden. Behrens schrieb u. a. das Lied "Boomberg am ahle Ring" (1948). Er wurde in Baumberg geboren und lebte an der Griesstraße. Für diesen Vorschlag habe er bereits grünes Licht von der Stadtverwaltung, freut sich der BAB-Vorsitzende. Herbert Reuter, der in Baumberg eine Kaltblutpferdezucht betreibt, hat die alte, hölzerne Eingangstüre mit Doppelflügeln der Winrich-von-Kniprode-Schule aus dem Jahr 1907 vor dem Abriss des Gebäudes für die Nachwelt gerettet. Sie lagert jetzt - in Einzelteile zerlegt - im Keller von Haus Bürgel. Im neuen Gebäude gebe es aus brandschutztechnischen Gründen dafür keine Verwendung, bedauert Reuter.

Ihre Erhaltung steht ebenfalls als Wunsch ganz oben auf Heymanns Vorschlagsliste. "Sie soll überarbeitet werden und kommt anschließend ins Bürgerhaus", ist er optimistisch. Und auch einen Baumberger Kulturpass, der alle Denkmäler und Kunstwerke im Ortsteil auflistet, soll es demnächst geben. "Ich bin da schon dran", sagt der umtriebige 64-Jährige. "Ich brauche aber noch ein paar Monate."

Zwei weitere der eingereichten Vorschläge lassen sich gut in Kombination realisieren, glaubt Heymann. So wurde ihm einerseits eine Poetry-Slam-Veranstaltung, andererseits der Wunsch nach Treppenstufen am zukünftigen Standort des Aalschokkers (Parkplatz Klappertorstraße) vorgeschlagen. "Das lässt sich prima verbinden, finde ich. Wir machen einfach einen Poetry-Slam auf den Stufen am Rhein."

Gut ins städtische Tourismuskonzept passe auch der Vorschlag, einen Stellplatz für Wohnmobile anzulegen. Tourismusmanagerin Maximiliane Richtzenhain hat davon bereits Kenntnis.

Die stärkere Öffnung für Neubürger - einer der vielen Vorschläge - liegt Heymann besonders am Herzen. Baumberg wächst, das Österreich-Viertel war das jüngste große Bauprojekt. Die Menschen dort müsste man neben den Alt-Baumbergern mehr im Blick haben und auch dort gezielt zu Veranstaltungen einladen. Außerdem wünscht sich Heymann, dass alle Hinzugezogenen - beispielsweise auch in Baumberg-Ost - bei einer Kennenlernveranstaltung begrüßt werden und Informationen über den Stadtteil erhalten.

Der BAB stellt für für die Umsetzung der Baumberg-Ideen 5000 Euro zur Verfügung. Eine Aufstockung sei nicht ausgeschlossen, kündigt Heymann an.

Quelle: RP
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