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Langenfeld/Hilden
Hier können Sie Platz nehmen

Langenfeld/Hilden: Hier können Sie Platz nehmen
Amira Tröger genießt die ungewöhnlich gestaltete Lounge-Ecke aus Holz vor dem Café Mahlwerk . FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld/Hilden. Plastiksessel, Korb- und Bistrostuhl, Bierbank, Rattanhocker: Die Gastronomie lässt ihre Kunden unterschiedlich sitzen. Von Jeanette Wölfling und Malte Prüfer

Wo man bequem sitzt, da bleibt man und geht immer wieder gerne hin. Das wissen die Gastronomen. Deshalb werden Biergarten- und Terrassenstühle immer komfortabler. Längst gehört die Lounge-Sitzecke bei vielen Cafés zum Standard. Dennoch mögen viele Wirte auf die Jahrzehnte bewährten Klassiker nicht verzichten: Die klassische Bank gehört zum Bierausschank wie das Öl zur Fritte. Sie ist zwar nicht totzukriegen und steht beispielsweise auf dem Langenfelder Marktplatz vor dem Curryblitz-Stand des Partyservice Müller, doch wirklich bequem ist sie eigentlich nicht.

"Wir kommen gerade vom Einkaufen und da wir mehrere Leute sind, haben wir hier alle einen Platz gefunden", erzählt Dörte Czepa aus Langenfeld. Sie hat mit ihren Begleitern auf den orangefarben lackierten Bierbänken Platz genommen. Lange werden sie hier nicht sitzenbleiben, aber für eine kurze Stärkung sind die Bänke geeignet.

Hansi Behrendt findet die Stühle im Eiscafé Florenz gemütlich. FOTO: wölf (2)

Anders sieht es auf der Terrasse des Eiscafés Florenz aus. Mehrere Dutzend schwarze Korbstühle sind dort in genügend großem Abstand aufgebaut. Die stabilen Stühle haben eine hohe Rückenlehne und eine breite Sitzfläche, die zu längerem Verweilen einladen. Hansi Behrendt hat mit einem Freund dort Platz genommen. Entspannt lehnt er sich zurück und legt die Arme rechts und links auf den Armstützen ab. "Hier gibt es nicht nur den besten Milchkaffee, sondern auch die gemütlichsten Sitzgelegenheiten", schwärmt der Langenfelder. Auch der Inhaber des Eiscafés ist mit seiner Stuhlwahl rundum zufrieden: "Da haben wir uns genau die richtigen Stühle ausgesucht", sagt Giuseppe Catania. "Sie sind gemütlich, wetterfest und leicht zu reinigen."

Immer mehr Gastronomen entscheiden sich für alternative Sitzmöglichkeiten. So auch die Inhaber des Mahlwerks in der Fußgängerzone nahe der Kirche St. Josef. Mehrere Holzsessel aus robusten Holzplatten bilden dort eine einladende Lounge-Ecke. Rückenlehne und Sitzfläche werden durch verschiedenfarbige Kissen gepolstert. Judith Klappach führt das Café gemeinsam mit ihrem Mann, beide haben auf den modernen Bänken Probe gesessen und sich sofort verliebt: "Die passen einfach in unser Konzept, sehen gut aus und sind bequem", begründet Klappach ihre Kaufentscheidung. Auch die Gäste sind rundum zufrieden - Amira Tröger fläzt sich auf den Polstern und genießt eine kalte Limonade. Auch sie ist begeistert von der Gestaltung des Außenbereichs. "Das ist wie ein Kurzurlaub, ich fühle mich hier total wohl."

FOTO: Jeanette Wölfling (wölf)

Karl-Heinz Jeuck ist Gast im Hildener Café Venezia auf der Mittelstraße. Auf seinem einfach und schlicht gehaltenem Terrassenstuhl sitze er "einfach nett" und vor allem "bequem". Ein rotes Kissen nahm sich der Stammgast des Cafés dennoch, um den Komfort zu erhöhen. "Vor einiger Zeit", berichtet Jeuck schmunzelnd, "habe ich vorgeschlagen statt der Tischchen hier Sand auszulegen und statt der Stühle Liegen bereit zustellen." Erfolglos. Titus wäre davon sicher auch begeistert. Für ihn sind die Stühle aus Korb und Metallrohr ohnehin eher einem Klettergerüst.

Nicht ganz so hohe Ansprüche hat Edgar Blum, Stammgast im Brauereiausschank am Hildener Marktplatz in lebhafter, aber gemütlicher Atmosphäre. Auch er sitze vernünftig auf seinem Stuhl, dessen Alumiumgestell durch kunstlederne Polster geschmückt ist. Wer dort gastiert, kann aber ebenso auf einer hölzernen, schattigen Bank Platz nehmen.

Hat einen Sommerplatz in Hilden gefunden: Titus. FOTO: RALPH MATZERATH
Quelle: RP
 
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