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Langenfeld
Hier orten Langenfelder lärmende Raser

Langenfeld: Hier orten Langenfelder lärmende Raser
Die gelben Punkte markieren Stellen, an denen Langenfelder regelmäßig Autos ausmachen, die deutlich zu schnell und/oder höllenlaut sind - basierend auf einer Auswertung von Wortmeldungen auf Facebook oder RP-Online. FOTO: Googlemaps
Langenfeld. Der RP-Bericht über "Nächtlichen Autolärm" vorige Woche und Wortmeldungen auf Facebook haben auf RP Online und in Internet-Netzwerken große Resonanz gefunden. Von Thomas Gutmann

Illegale Autorennen in Langenfeld? Wie in der RP am 4. August berichtet, haben Polizei und Ordnungsamt nach eigenem Bekunden keine Anhaltspunkte für gefährliche Wettfahrten à la Köln in der Posthorn-Stadt. Viele Langenfelder sind dennoch besorgt über "Raser", die immer wieder auf denselben "Rennstrecken" unterwegs sind, vor allem abends und nachts, besonders an Wochenenden. Das zeigen die Resonanz auf den RP-Bericht auf RP Online und zahlreiche Wortmeldungen in einer Langenfelder Facebook-Gruppe. Andere Internet-Nutzer halten den Ärger über die PS-Protzer für überzogen.

RP-Online-Leser Hotti Totti, Anwohner vom Sändchen, hat eine "Rennstrecke" zwischen Freizeitpark und Kreisverkehr am "Real"-Markt (Rheindorfer Straße) ausgemacht. Die Fahrzeuge der "jugendlichen Chaoten" seien mit "manipulierten Auspuff-Anlagen versehen, die jeder deutsche TÜV sofort aus dem Verkehr ziehen würde". In anderen Städten werde gegen solche "Verkehrsrowdys rigoros vorgegangen", schreibt "Hotti Totti" mit Verweis auf die Ordnungswidrigkeit "unnützes Hin- und Herfahren".

Sich in "seiner Wohnung nicht mehr unterhalten" kann nach eigenen Worten Innenstadt-Bewohner Pascal Kurschildgen, wenn das "Schaulaufen" unter dem Motto "Wer hat die lauteste Karre?" im Gange sei. Vom "Showfahren", um die "Mädels im NY zu beeindrucken" (gemeint: das "Café New York", Hauptstraße) schreibt auch ein anderer Facebook-Nutzer. Torsten Muntz fordert deshalb Tempo-Kontrollen am Sändchen.

Gerast wird nach Angaben mehrerer Langenfelder auch auf der Langforter Straße. User Tobi Tobsen will "selbst schon miterlebt" haben, wie Wagen auf 80 km/h beschleunigen", und fürchtet um Passanten am Schwimmbad. Ähnlich Wolfgang Kaiser ("am Karl-Schröder-Haus gefühlte 120 km/h"). Als weitere Raserstrecken werden auf Facebook genannt: Rheindorfer, Richrather, Bahnstraße, Winkelsweg, Treibstraße ("Das 30er-Schild juckt keinen", empört sich "Momotella"). RP-Leser Wolfgang Roßmann (Ecke Isarweg/Karlstraße) beschwert sich ebenfalls über "PS-Protzer" in der Tempo-30-Zone: Eine Hilferuf seiner Hausgemeinschaft an die Stadt habe lediglich zu einer "albernen Geschwindigkeitsmessung" (digitale Tempo-Anzeige) geführt.

Eine Minderheit unter denen, die sich zu Wort melden, hält die Aufregung für übertrieben und sieht Sozialneid (Kritiker könnten sich "kein schönes Auto leisten") oder Inkompetenz ("laut" bedeute nicht unbedingt "schnell") am Werk. Einer Facebook-Nutzerin sind laute Autos lieber, als dass die Jugendlichen "einbrechen" oder "sich prügeln".

Ein Mitglied der Facebook-Gruppe meint: "Na hoffentlich liest die Polizei hier mit." Liest sie? Offiziell nicht, heißt es bei der Kreispolizei Mettmann. Aber natürlich nutzten einzelne Beamte "öffentlich zugängliche Quellen" für ihre Ermittlungen.

Quelle: RP
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