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Langenfeld/Monheim
Hier passieren besonders viele Unfälle

Langenfeld/Monheim. Langenfeld und Monheim haben einige Stellen, die die Unfallkommission benannt hat, bereits entschärft. Von Christoph Schmidt und Heike Schoog

Für Autofahrer, Radfahrer und Motorradfahrer sind einige Kreuzungen besonders gefährlich. Das hat die Unfallkommission des Kreises für 2014 und 2015 festgestellt. "Das hat mit der Größe der Städte und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen und auch mit der Zunahme des Radverkehrs zu tun", erläutert deren Leiter Ralf Hezel. Er ist Abteilungsleiter Verkehrssicherheit beim Kreis Mettmann und stellvertretender Leiter des Straßenverkehrsamtes Mettmann. Die Unfallkommission besteht aus Fachleuten der Städte, der Polizei, des Landesbetriebs Straßen NRW und des Kreises Mettmann. Sie werten Verkehrsunfälle aus, identifizieren Stellen, an denen es besonders häufig kracht - und versuchen, das abzustellen.

In acht von zehn Kreisstädten (bis auf Erkrath und Velbert) ist die Kommission 2014 und 2015 fündig geworden. An diesen 19 Stellen ereigneten sich in den beiden Jahren mehr als 200 Verkehrsunfälle. An der Spitze stehen bei der Auswertung Ratingen und Hilden. Bei den Unfällen wurden ein Mensch getötet, 16 schwer und 76 leicht verletzt. Bei neun der 19 Unfallhäufungsstellen hat die Kommission Änderungen beschlossen. Vier Stellen werden ohnehin umgebaut. Bei sechs konnten die Experten keine Ursache für die Häufung der Unfälle finden. Diese Stellen werden weiter beobachtet.

Und hier häufen sich in Langenfeld und Monheim die Unfälle.

  • Langenfeld Kreuzung Düsseldorfer Straße (L 219), Knipprather Straße (L 402), Wilhelmstraße Im Jahr 2014 haben sich dort insgesamt 14 Unfälle mit vier leicht verletzten Personen ereignet. Bei der Ortsbesichtigung sei aufgefallen, dass die Beschilderung für den Radverkehr in Richtung Düsseldorf-Hellerhof/Langenfeld-Berghausen neu ausgerichtet werden müsse, da der Radverkehr derzeit auf den Rad-/Gehweg entgegen der Fahrtrichtung geführt wird. Das ist geschehen.
  • Kreuzung Düsseldorfer Straße (L 219)/Kölner Straße (L 219) und Hauptstraße Elf Unfälle hat die Polizei 2014 für diesen Bereich gezählt. Dabei wurden eine Person schwer, fünf weitere leicht verletzt. Es handelt sich dort zumeist um Auffahrunfälle aus Unachtsamkeit bei Staus. Besondere, unfallbegünstigende Faktoren hat die Polizei nicht festgestellt. Die Unfallkommission beschließt die Fahrbahnmarkierungen im gesamten Kreuzungsbereich zu prüfen und wenn nötig zu erneuern. Weiterhin sind durch die Freigabe der Gehwege für den Radverkehr kombinierte Streuscheiben (Fußgänger und Radfahrer) an den Ampeln zu verwenden. "Das ist in der Umsetzung", sagt Langnelfelds Verkehrsplaner Franz Frank.
  • Langenfeld Kreuzung Kölner Straße (L 219), Rheindorfer Straße und Grenzstraße Im Jahr 2014 haben sich dort elf Unfälle ereignet - mit einer schwer und vier leichtverletzten Personen. Sechs Unfälle geschahen bei Dunkelheit, teils mit nasser Fahrbahn. Auch dort werden kombinierte Streuscheiben installiert. Zwischen den beiden Punkten sei die Aufteilung der Fahrspuren verändert worden. Jetzt kann der Autoverkehr sich vor der Ampel Kölner-/Rheindorfer Straße/Grenzstraße, Fahrtrichtung Süd-Ost zum Geradeausfahren, Links- oder Rechtsabbiegen nebeneinander aufstellen. Das habe den Verkehrsfluss deutlich verbessert, so der Verkehrsplaner Frank.
  • Monheim Kreuzung Berghausener Straße (L353), Baumberger Straße, Wiener Neustädter Straße Dort ereigneten sich im Jahr 2104 zwölf Unfälle mit fünf leicht verletzten Personen. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW sowie die Städte Monheim und Langenfeld teilen zu diesem Schwerpunkt mit, dass die Kreuzung komplett mit Ampelanlagen ausgestattet wird. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen, teilt Frank mit.
Quelle: RP
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