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Langenfeld/Monheim/Hilden
Hiesige Kinos erwarten ein Rekordjahr

Langenfeld/Monheim/Hilden: Hiesige Kinos erwarten ein Rekordjahr
Ein familienfreundliches Kino-Erlebnis bietet sich regelmäßig in der Monheimer Aula. Hier freuen sich die Familien Wenzel und Heinig auf den Film. Am Sonntag geht die diesjährige Herbstkino-Reihe zu Ende: mit "Mary Poppins". FOTO: Olaf Staschik
Langenfeld/Monheim/Hilden. Vor allem Blockbuster wie "Star Wars" locken in die Lichtfilmspiele. Aber nicht alle Filme sind für jedes Alter geeignet.. Von Dorian Audersch

Für die Familien Heinig und Wenzel sind Kinobesuche immer eine tolle Sacke. Gerne gehen sie in das Monheimer Herbstkino in der Aula am Berliner Ring. "Die Anfahrt ist kurz und das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar", findet Sebastian Heinig. "Wir finden es gut, dass es sowas in Monheim gibt." Sohn Lennart (5) sieht es ähnlich: "Das ist etwas ganz anderes Heimkino", sagt er - und erntet Zustimmung von Schwester Laura (8).

Vor allem die Kinder beider Familien sind voller Vorfreude auf den Filmabend. Mit Popcorn und Nachos warten sie darauf, dass das Licht ausgeht und die Magie beginnt. "Die Atmosphäre und das Gemeinschaftserlebnis sind auch heute noch das Besondere im Kino", meint auch Martin Wenzel, der mit Frau Nadine, sowie Kathy (7) und Nina (5) in die Aula gekommen ist.

Das sehen offenbar viele Zuschauer so, nicht nur in Monheim, denn 2015 könnte laut Prognose der Kinobetreiber vielerorts ein Rekordjahr werden. "Es läuft bisher sehr gut", freut sich Sebastian Bünten, Geschäftsführer von Marke Monheim, der mit dem Jugendparlament das Herbstkino organisiert. "Bisher hatten wir rund 200 Besucher im Schnitt - mehr als je zuvor." Das spreche für die familienfreundliche Auswahl der Filme und den Termin der mehrwöchigen Reihe: sonntags, 17 Uhr. An diesem Sonntag, 6. Dezember, klingt die diesjährige Reihe aus - mit dem Klassiker "Mary Poppins" aus dem Jahr 1964.

Georg Huff, Geschäftsführer der Schauplatz GmbH, die das Rex-Kino in Langenfeld betreibt, ist ebenfalls zufrieden. "Das Jahr lief sehr gut", sagt er. Dabei seien Kracher wie "Star Wars" oder "James Bond 007: Spectre" noch nicht eingerechnet. "Tribute von Panem - Mockingjay 2" werde die Zahlen ebenfalls steigen lassen - ebenso wie der "Peanuts"-Film, "Heidi" und das Animationsspektakel "Arlo und Spot".

Vorsicht ist dabei allerdings bei der FSK-Einstufung geboten. Sie zeigt an, ab welchem Alter welcher Film geeignet ist. Das kann mitunter verwirrend sein - nicht nur für die Eltern. Die Kriterien, nach der die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FKS) in Wiesbaden bewertet, sind bisweilen undurchsichtig. So habe ein Fantasy-Horrorfilm wie "Sleepy Hollow" die Einstufung "ab 12" erhalten, obwohl in dem Streifen reihenweise Menschen enthauptet würden, wundert sich Huff.

Für "Star Wars" sei zunächst gar die Einstufung "ab 6" angedacht worden, um möglichst viele Zuschauer zu erreichen - ebenso wie bei "Keinohrhasen", dessen Altersfreigabe aufgrund seiner manchmal aus sexueller Sicht recht expliziten Dialoge nachträglich von FSK 6 auf FSK 12 angehoben wurde.

"Im Großen und Ganzen sind die Bewertungen allerdings angemessen", meint Huff. "In Begleitung von Erwachsenen können auch 14-Jährige in einen Film ab 16 kommen." Bei dem Siegel "ab 18" gebe es allerdings keine Ausnahmen. Bei entdeckten Verstößen ist ein Bußgeld fällig. "Klar gibt es immer wieder Jugendliche, die das umgehen wollen", meint Friedrich Gerber, Betreiber der "Lux-Lichtspiele" in Hilden.

Mit den FSK-Einteilungen kann er nur bedingt etwas anfangen: "Da müsste man auch das Nachmittags- und Abendprogramm der Privatsender durchleuchten." Was dort teilweise gesendet würde, sei zumindest fragwürdig. "Ansonsten ist es ein sehr gutes Jahr - auch wenn oft der Untergang des Kinos herbeigeredet wurde." Allerdings müsse man Besonderes bieten: "Die Besucher wollen in der Regel 3D und gute Akustik", sagt Gerber.

Quelle: RP
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