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Langenfeld
Hilfe für Jugendliche ohne Job jetzt aus einer Hand

Junge Leute mit gravierenden Schul-, Geld- oder Jobproblemen haben in Monheim eine Anlaufstelle. Von Stephan Meisel

Sie haben die Schulzeit eher schlecht als recht hinter sich gebracht, auch keine Berufsausbildung absolviert und/oder sie sind aus sonstigen Gründen aus dem Tritt geraten. Es gibt nach den Worten von Simone Feldmann in Monheim etliche junge Leute, die über herkömmliche Beratungsangebote nur schwer zu erreichen sind. Umso erfreulicher ist nach den Worten der städtischen Jugend-Bereichsleiterin ein gemeinsam mit der Agentur für Arbeit sowie dem Jobcenter ME-aktiv in Monheim gestartetes Pilotprojekt angelaufen. Seit März bündeln die drei Stellen ihre Beratungsangebote in einer so genannten Jugendberufsagentur. Jetzt zogen die Beteiligten zusammen ein positives Zwischenfazit.

Nach Feldmanns Worten bekommen die jungen Leute der genannten Zielgruppe nunmehr im Haus der Chancen an der Friedenauer Straße "eine Beratung aus einer Hand angeboten". Indem sie gemeinsam mit Vertretern aller drei Einrichtungen am Tisch sitzen, würden Fragen etwa zur Berufsvorbereitung, zu Geldansprüchen, Ausbildungsabbrüchen oder drohender Obdachlosigkeit unmittelbar an Ort und Stelle geklärt. Zudem könnten die Berater durch diesen Kontakt an einem Tisch ihre Angebote besser verzahnen, fallweise die Jugendlichen an andere Einrichtungen verweisen. Seit dem Start im März seien auf diese Weise schon 28 junge Menschen beraten worden.

Jobcenter-Chefin Martina Würker betonte ebenso den Vorteil, dass die neue Jugendberufsagentur die unterschiedlichen Hilfesysteme nunmehr unkompliziert und schnell miteinander verbinde. Da sich sowohl das für den Südkreis zuständige Jobcenter als auch die Geschäftsstelle der Arbeitsagentur in Langenfeld befinden, verkürze dies die Abläufe deutlich. Dies unterstrich Marcus Kowalczyk, Chef der Arbeitsagentur im Kreis Mettmann. "Gerade weil wir in Monheim ansonsten nicht präsent sind, ist das neu geschaffene Angebot dort wichtig. Wir holen die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen dort ab, wo sie stehen, und begleiten sie je nach Anliegen zum nächsten Ansprechpartner. So geht uns niemand verloren."

Neben Kowalczyk gehörte der SPD-Landtagsabgeordnete Jens Geyer zu den Initiatoren. "Dass sich die Agentur für Arbeit wieder in Monheim mit einer Beratung für Jugendliche ansiedelt, ist der richtige Schritt für die Zukunft der Betroffenen." Und es sei auch für die Stadt gut. Dies sieht nach eigenen Angaben auch Bürgermeister Daniel Zimmermann so. "Wir verfolgen das gemeinsame Ziel, vor allem denjenigen Jugendlichen Unterstützung anzubieten, die sich im oft unübersichtlichen Zuständigkeitswirrwarr allein gelassen fühlen."

Quelle: RP
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