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Langenfeld/Solingen
Hindernisparcours in der Dauerbaustelle

Langenfeld/Solingen: Hindernisparcours in der Dauerbaustelle
An der Einmündung Am Brüngersbroich sind die Arbeiten noch zugange. Dazu ist die Fahrbahn verschwenkt. FOTO: Ralph Matzeratzh
Langenfeld/Solingen. Auch weit über ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten nahe der Autobahn-Auffahrt zur A 3 ist der Verkehr immer noch beeinträchtigt. Von Guido Radtke und Stephan Meisel

Langweilig ist es Autofahrern, die regelmäßig auf der Hardt unterwegs sind, in den vergangenen Wochen nicht geworden. In unregelmäßigen Abständen änderte sich im Bereich der Autobahn-Auffahrt zur A 3 die Verkehrsführung, die aufgrund unzureichender Beschilderung jedes Mal für Verwirrung sorgt. Am Steuer ist größte Aufmerksamkeit gefragt, um die richtige Spur zu erwischen und Unfälle zu vermeiden. Aktuell bereitet das Nadelöhr zwischen Kapeller Weg und der A 3-Auffahrt in Richtung Oberhausen Probleme.

Obwohl es scheint, dass die Bauarbeiten zumindest auf diesem Teilstück abgeschlossen sind, bleibt auch weiterhin eine Fahrspur abgetrennt. Radfahrer und Fußgänger sollen die Straßenseite wechseln, ohne dass ein Übergang eingerichtet ist. Die gelben Markierungen geben einen Zick-Zack-Kurs frei, in dem sich Lastwagen beziehungsweise Linienbusse an der engsten Stelle nicht begegnen können. Mehrfach stoppen Tieflader oder Kastenwagen innerhalb weniger Minuten, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.

In gleicher Taktung häuft sich genau an dieser Stelle ein anderes Phänomen: Aus Wiescheid kommende Auto- oder Lastwagenfahrer wollen geradewegs in die Gegenspur steuern, weil bereits die neue dreispurige Verkehrsführung markiert ist, zugleich aber eine Beschilderung ähnlich wie bei Verkehrsinseln fehlt. Zuletzt waren viele insbesondere bei Dunkelheit in den Gegenverkehr gefahren, als sie an der Abfahrt von Köln kommend Richtung Solingen abgebogen sind.

Längst hätte dieser Hindernis-Parcours der Vergangenheit angehören sollen. Bei einem Ortstermin im März hatte der Landesbetrieb Straßen die Freigabe für Ende April vorgesehen. Die Zufahrt zum Kapeller Weg ist zwar wieder möglich, doch auf einer Länge von etwa 300 Metern buddelt hier immer noch die ausführende Baufirma Eurovia.

"Wir als Landesbetrieb Straßen sind inhaltlich aus diesen Arbeiten raus", betont Projektleiter Dietmar Giesen. "Bis auf die Restarbeiten ist die Fahrbahn ja fertig. Bei der noch vorhandenen Baustelle geht es um Trinkwasserleitungen im Untergrund. " Und diese Arbeiten werden wohl noch bis Ende Juli dauern, sagt Rudolf Gärtner vom Verbandswasserwerk Langenfeld/Monheim. "Die Arbeiten sind zwar unterhalb des Geh- und Radwegs, aber so nah an der Fahrbahn, dass der Autoverkehr verschwenkt werden muss." Die neuen Rohre seien verlegt, doch auf beiden Seiten der Fahrbahn müssten diese in je vier mal vier Meter großen Kopflöchern ans bestehende Leitungsnetz angeschlossen werden. "Erst an einer Stelle ist dies geschehen. Das zweite Kopfloch wird jetzt am Feldhauser Weg aufgemacht, die übrigen beiden folgen danach. Aber die Arbeiten sind wegen des abzupumpenden Grundwassers und wegen weiterer Versorgungsleitungen nicht einfach."

Quelle: RP
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