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Unser Senf Zum Wochenende
Historisches nicht dem Verfall preisgeben

Langenfeld. Die alte Backstube wird vielleicht inzwischen als Schuppen genutzt, der ehemalige windschiefe Fachwerk-Stall im Hinterhof droht baufällig zu werden. Wer sehenden Auges durch die Monheimer Altstadt schlendert, über Mauern und durch Gartentörchen linst, entdeckt tatsächlich viele alte Gemäuer, von denen einige aus Sicht der Denkmalschützer erhaltenswert sind.

Ob Altstadtsatzung oder Fassadenprogramm: Die Monheimer Stadtspitze und auch die Mitarbeiter in der Tourismusförderung sowie die Politiker haben die historische Altstadt zwischen Schelmenturm und Kapellenstraße seit einigen Jahren fest im Blick. Man kennt das Potenzial und hat Stationen des dezentralen Museumskonzepts "MonChronik" unter anderem am Schelmenturm und mit dem Karnevalskabinett geschaffen. Auch die Gastronomie spielt mit und engagiert sich: Neben dem Lokal "Spielmann" etablierten sich beispielsweise das Kreativ-Café und die Biermanufactur. Jetzt möchte die städtische Ingenieurin Anett Mesletzky auch die Bewohner sensibilisieren, ihre Häuser und Hinterhöfe auf erhaltenswerte Objekte zu untersuchen. Die Verwaltung geht dabei behutsam vor und macht keinen Druck. Es wird wohl noch jahrzehnte lang dauern, bis nach und nach alle Objekte saniert sind. Trotz finanzieller Förderung ist das für einige Menschen ein Kraftakt. Doch langfristig wird der historische Kern so immer weiter aufgewertet.

petra.czyperek@rheinische-post.de

Quelle: RP
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