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Langenfeld
Hitdorfer Drachen auf der "boot"

Langenfeld: Hitdorfer Drachen auf der "boot"
Das "Classic Forum" auf der "Boot" ist in Halle 14 / Stand E38, H21 und H22. FOTO: h.-J. Bauer
Langenfeld. Stefan Altenbach hat sein Holzschiff mühevoll aufgearbeitet und zeigt es jetzt auf der Düsseldorfer Wassersportmesse. Von Susanne Genath

Etliche Stunden hat Stefan Altenbach mit seinem Drachen "Fridolin", einem traditionellen norwegischen Segelboot, verbracht. "Ich habe ihn mühevoll wieder aufgearbeitet", erzählt der Leverkusener, der Mitglied im Yacht-Club Leverkusen-Hitdorf ist. "Jetzt befindet er sich in einem neuwertigen Zustand." Davon können sich zurzeit auch die Besucher der Düsseldorfer Wassersportmesse "boot" überzeugen. Denn das Schiff ist eins von 17, die im "Classic Forum" in Halle 14 maritime Tradition veranschaulichen sollen. Wer sich beim Messebesuch auch über die Langenfelder Wasserski-Anlage informieren möchte, geht danach weiter in die Halle 2 (A31/A35).

Vom Faltboot bis zur Luxusyacht FOTO: dpa, wst

"Der Holzdrachen ist 55 Jahre alt", erzählt Altenbach. Genauso alt wie er selbst. Zum 50. Geburtstag wurde ihm sein Traum erfüllt und das Boot geschenkt. Es stammt von der deutschen Traditionswerft Abeking & Rasmussen in Bremen-Lemwerder. Der Ursprung dieser Kielschiffe reicht aber bis ins Jahr 1929 zurück. Damals hatte der Norweger Johan Anker die Bootsklasse mit einer offenen Kajüte konstruiert. "Heutige Drachenboote werden nicht mehr in Holz gebaut", berichtet der Leverkusener. Seit 1965 werde für die Herstellung glasfaserverstärkter Kunststoff (GfK) verwendet.

Deshalb sei er froh, dass sein "Fridolin" - der Name stammt vom Vorbesitzer - noch aus Holz sei. "Er ist aus Mahagoniholz. So edle Materialen hat kaum jemand im Wohnzimmer stehen", schwärmt er. "Einsatzbereit war das Boot schon, als ich es bekommen hatte. Ich habe es nur aufgearbeitet." Kein Problem für den Technischen Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen, denn er ist gelernter Schreiner. Das fertige Werk jetzt auf der "Boot" präsentieren zu können, mache ihn stolz. "Ich bin dazu eingeladen worden", sagt Altenbach. Als regelmäßiger Besucher der Messe "kommt man mit anderen ins Gespräch". Das Schiff betreten dürfen Besucher nicht, können aber über ein Podest einen Blick ins Innere werfen.

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Altenbach steht an allen Tagen auf der Wassersportmesse für Fachgespräche zur Verfügung. Zum Beispiel, wie die Vergoldung gemacht wird. "Die Zierlinie unterhalb des Decks - die sogenannte Gül - besteht aus 24-karätigem Blattgold", erklärt er. "Ich habe dafür zwei Monate gebraucht." Er hat das Schiff aber grundsätzlich nicht (nur) zum Anschauen. "Ich fahre damit auch Regatten. Meist auf dem Bodensee, woher ich das Boot geholt habe. Aber auch einige auf dem Baldeneysee." Per Trailer gelangt das Boot an die jeweiligen Startplätze. Neben ihm als Skipper seien bei den Wettkämpfen noch zwei Vorschoter im Team, die sich um die Segel kümmerten. Bestes Ergebnis bislang: "Der zweite Platz in der Drachenbootklasse bei der Bodenseewoche", berichtet Altenbach. Der Drachen ist als Internationale Kielbootklasse anerkannt und wurde von 1948 bis 1972 bei den Olympischen Sommerspielen gesegelt. Altenbachs nächstes Ziel steht schon fest: "Ich will dieses Jahr unbedingt bei der Rheinwoche zu Pfingsten mitmachen."

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Quelle: RP
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