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Langenfeld
Hitdorfer See braucht Sauerstoff

Langenfeld: Hitdorfer See braucht Sauerstoff
Am Hitdorfer Badesee sollen zur Durchlüftung Schneisen (grüne Markierungen) geschlagen werden. FOTO: Stadt Leverkusen
Langenfeld. Das ökologische Gleichgewicht im beliebten Badesee ist fast dahin.

Von den Gefahren, die von Wimperntierchen ausgehen, ist eher selten zu hören. Aber obwohl sich ihre Größe in Mikrometern bemisst: Völlig ungefährlich sind die Einzeller nicht. Zumindest für das ökologische Gleichgewicht des Hitdorfer Sees. Dort haben sie sich derart massenhaft vermehrt, dass ihre Zersetzung viel Sauerstoff verbraucht. Sauerstoff, der anders sinnvoller verwendet werden könnte. Etwa für das Überleben der Fische, die bald zur Winterruhe hinabsinken. Die "See-Not" steht Ende des Monats auf der Tagesordnung der Politiker.

Die angedachte Lösung: An mehreren Stellen sollen am Ufer Bäume gefällt werden. Weiden, Robinien, Pappeln. Die meisten davon mit "sehr geringem Durchmesser". Auf diese Weise sollen Luftschneisen geschaffen werden, damit der Wind intensiver auf die Gewässeroberfläche einwirkt und so mehr Sauerstoff eingebracht werden kann. Diplom-Biologe Thomas Langer betont: "Das ist ökologisch sinnvoll und hat nichts mit einem Kahlschlag zu tun."

(rom)
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