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Langenfeld/Monheim
Hitze aus dem Kohleofen setzt Wohnung in Brand

Langenfeld/Monheim: Hitze aus dem Kohleofen setzt Wohnung in Brand
Bei der Löschaktion gestern Morgen am Monheimer Lindenplatz setzte die Feuerwehr ihre Drehleiter ein. FOTO: Patrick Schüller
Langenfeld/Monheim. Bei zwei Bränden in Langenfeld und Monheim haben sich jetzt einmal mehr die seit 1.1.2013 in Neubauten verbindlichen Rauchmelder bewährt. Bis Ende 2016 müssen sie in Bestandswohnungen nachgerüstet werden.

Gegen 12.23 Uhr wurde die Langenfelder Feuerwehr am Montagmittag zu einem Wohnungsbrand an der Bahnstraße gerufen. "Der Bewohner im Erdgeschoss hatte einen Knall sowie einen ausgelösten Rauchwarnmelder gehört und uns alarmiert", erklärt Einsatzleiter Stephan Keusen. Als er dann im ersten Obergeschoss vor der Tür stand, habe er deutlich den Geruch von Rauch wahrnehmen können. Da man davon ausging, dass sich keine Person in der Wohnung befinde, haben die Feuerwehrleute sofort die Löscharbeiten aufgenommen. Ein Trupp wurde unter Atemschutz und mit einem sogenannten Hohlstrahlrohr zur Brandbekämpfung vorgeschickt. Gleichzeitig wurde ein zweiter Trupp, ebenfalls unter Atemschutz, mit einem weiteren Hohlstrahlrohr in das Dachgeschoss in Marsch gesetzt, um zu kontrollieren, ob sich das Feuer bereits in das Dachgeschoss ausgebreitet hatte. "Das war glücklicherweise nicht der Fall", so Keusen.

Zwischenzeitlich wurde ein zusätzlicher Trupp unter Atemschutz in die Brandwohnung geschickt, um den bereits eingesetzten Trupp abzulösen. Insgesamt waren an dem Einsatz, der etwa 90 Minuten dauerte, zwölf Fahrzeuge und 28 Einsatzkräfte beteiligt. Neben der hauptamtlichen Wache waren alle freiwilligen Einheiten im Einsatz. Als Brandursache haben die Experten des Kommissariats 11 Mettmann die ausstrahlende Hitze eines Holzkohleofens in der Küche ausgemacht. Diese habe zunächst einen neben dem Ofen stehenden Weidenkorb und schließlich einen Holzschrank in Brand gesetzt. Durch das Feuer, aber auch durch Ruß und Löschwasser, wurden diverse Räume der Wohnung erheblich beschädigt. Die Wohnung ist bis auf weiteres unbewohnbar. Nach Schätzungen der Polizei beläuft sich die Höhe des Schadens auf etwa 60.000 Euro.

Die Feuerwehr Monheim wurde am Dienstagmorgen gegen 10.30 Uhr zu einem Hochhaus an der Straße "Lindenplatz" gerufen, weil ein Rauchmelder ausgelöst hatte. Ein Nachbar alarmierte die Feuerwehr. Bei einer ersten Lageerkundung nahmen die Einsatzkräfte Brandgeruch und das akustische Alarmsignal in der 5. Etage fest wahr. Nachdem sich die Wehrleute Zugang zu der Brandwohnung verschafft hatten, stellten diese einen Entstehungsbrand fest, der vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelöst worden war. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

(elm)
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