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Langenfeld
Hitzefrei auf dem Wochenmarkt

Langenfeld: Hitzefrei    auf dem Wochenmarkt
Genießen ein Eis: Fischhändler Tillmanns und Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider. Morgen schließt der Wochenmarkt früher. FOTO: rm-
Langenfeld. Für die Langenfelder Karibik-Nacht am Samstag hat die Stadt die Zahl der Sanitäter aufgestockt. Ein Hobby-Meteorologe warnt vor Unwettern. Von Heike Schoog

Es wird heiß. 37 Grad sind für morgen angesagt. Bis zu 41 Grad Celsius sind es am Samstag.

Das sind die Freibäder im Kreis Mettmann FOTO: Matzerath, Ralph

Wochenmarkt Die Stadt Langenfeld hat ihren Marktbeschickern deshalb freigestellt, den Markt früher - ab 13 Uhr - zu verlassen. Das gelte vor allem für Anbieter von Frischwaren Pflanzen, Eier, Obst, Gemüse. Denn nicht allen Händlern stünden ausreichende Kühlmöglichkeiten zur Verfügung, um etwa verderbliche Ware frisch zu halten, heißt es in der Begründung der Stadt. "Da in der Vergangenheit auch Verkaufswagen mit Kühlung nicht immer störungsfrei funktioniert haben, werden wohl auch einzelne Anbieter von Käse, Wurst oder Fisch früher abbauen müssen", erklärt der Referatsleiter Recht und Ordnung, Christian Benzrath. "Die Entscheidung wird in das Ermessen der Händler gestellt", so Benzrath.

Karibiknacht Für die Karibnacht hat die Stadt Langenfeld als Veranstalter bereits zusätzliche Sanitäter gebucht. Etwa 15 Kräfte des Malteser-Hilfsdienstes werden im Einsatz sein. Darüber hinaus sollen drei Trupps mit je drei Personen auf dem Marktplatz unterwegs sein und helfen. "Bisher hatten wir zwei Trupps à zwei Leute", sagt City-Manager Jan-Christoph Zimmermann. Er wird vor Samstag noch Gespräche mit den Gastronomen führen, damit sie ausreichend alkoholfreie Getränke bereithalten. "Schließlich wird für Samstag der Höhepunkt der Hitzewelle erwartet", sagt Zimmermann.

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Altenheime Im Hewag-Seniorenstift Langenfeld werden die Mitarbeiter dafür sorgen, dass die alten Menschen ausreichend trinken. "Außerdem werden wir die Kost auf leichte Gerichte, viel Obst und mehr Eis zum Nachtisch umstellen", sagt Pflegedienstleiter René Kastir. Mit frühem Abdunkeln der Räume will man in dem Heim, das von 94 Senioren bewohnt wird, der Hitze entgegenwirken.

Tipps Der DRK-Kreisverbandsarzt Thomas Nasse rät ebenfalls zu möglichst leichter Kost, kleinen Portionen und zu viel Mineralwasser und Kräuter- oder Früchtetees. Alkohol sollte man bei der Hitze meiden. Wer sich draußen aufhält, sollte "Schatten aufsuchen, Mütze tragen, leichte, luftige Kleidung wählen und die Haut mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen."

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Wetterfrosch "Die anstehende Extremhitzewelle steht im doppelten Sinne auf dünnem Eis", warnt der Hobby-Meteorologe Armin Opherden aus Monheim. Das Erreichen neuer Rekordwerte sei möglich, aber unsicher. Es bestehe das Risiko schlimmer Unwetter. "Die Luftmassen, die aktuell auf dem Weg von Afrika zu uns sind, sind zwar ungewöhnlich heiß. Die Natur ist jedoch ständig um Ausgleich bemüht. Da wir uns nicht im Zentrum eines riesigen Kontinents befinden, sind Meere, und damit deutlich kältere Luft, nicht weit", so Opherden. Das habe Folgen: "Zum einen kann die besonders heiße Luft Ausgleichsströmungen in Gang setzen. Dann kühlt es ab." Allerdings gebe es auch eine ernste Gefahr: Über der heißen Luft befinde sich ein "Deckel", quasi die Eisschicht. Das sei Luft mit einer bestimmten Temperatur, die es nicht erlaubt, dass die heiße Bodenluft hochsteigt. Es bleibt somit sonnig und wolkenlos. Schafft die heiße Luft den Durchbruch, könnten schwere Unwetter entstehen. "Wer sich in der Natur oder an Gewässern befindet, sollte lieber zu früh als zu spät den Heimweg antreten!"

Quelle: RP
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