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Monheim
Hotel ruft Künstler zu Wettbewerb auf

Monheim: Hotel ruft Künstler zu Wettbewerb auf
Annina Sawatzki organisiert den Kunstwettbewerb. FOTO: Picasa
Monheim. Unter dem Titel "Rheingold" können Kunstschaffende aus Deutschland und darüber hinaus bis zum 31. Juli ihre Werke einreichen. Von Petra Czyperek

Wenn das neue Comfort Hotel am Rheinpark 2018 eröffnet, erwartet die Gäste in prominenter Lage nicht nur ein modernes Drei-Sterne-Haus, sondern auch sehr viel Kunst und Design. Dafür rufen der Betreiber Palace Value und die Firma BFP Hotelbau (München) gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Zimmermann unter dem Titel "Rheingold" jetzt zu einem europaweiten Kunstwettbewerb auf. Die Idee dazu sei in einem gemeinsamen Brainstorming zum Konzept des neuen Hotels entstanden, sagt Annina Sawatzki, die den Wettbewerb für das Bauunternehmen BFP organisiert.

"Die Kunst soll sich wie ein roter Faden durch das ganze Hotel ziehen", sagt sie. "Es ist sonst eher minimalistisch und modern gestaltet." Schon in der Lobby würden die Kunstwerke im kleinen Format in einer Kassettenwand gezeigt. Neben den Türen der Hotelzimmer würden sie dann als Verschönerung der Zimmernummern genutzt. "Und im Hotelzimmer wirken die Kunstwerke dann als großformatige Drucke an der Zimmerdecke", erläutert Sawatzki: "Dort schließt sich dann der Kreis." Üblicherweise sei Kunst häufig nur in elitären Zirkeln zu Hause, beispielsweise in teuren Art-Hotels. In Monheim solle dieses Erlebnis mit Hilfe des Wettbewerbs nun bald auch in der Economy-Klasse erschwinglich sein, sagt die Projektleiterin.

Der Wettbewerb richtet sich vor allem - aber nicht ausschließlich - an Kunststudenten und junge Künstler aus Deutschland und darüber hinaus, erläutert Place-Value-Sprecher Bernhard Krebs. "Wir erhoffen uns eine große und interessante Bandbreite an Interpretationen des Themas ,Rheingold' und möchten spannende, neue Techniken kennenlernen", ergänzt Sawatzki.

Das Schöne am Thema seien die verschiedenen Möglichkeiten, den Begriff zu interpretieren, findet die Organisatorin. "Es ist möglich, das Thema opulent an Wagners Opern anzulehnen." Es böten sich aber auch andere Herangehensweisen an: Beispielsweise könne der Rhein als verbindendes Element der europäischen Länder oder als Querer verschiedener Landschaften gesehen werden. Außerdem sei der Fluss auch immer eine Einnahmequelle gewesen - nicht nur ausschließlich durch Gold, merkt sie an.

Malerei, Skulpturen, Collagen, Textarbeiten, Fotokunst - alles ist möglich. "Bei den Materialien und Techniken gibt es keine Einschränkungen", fügt Bernhard Krebs hinzu. "Wichtig ist nur, dass von den Werken digitale Abbildungen gemacht werden, die auch eingereicht werden müssen."

Die Ausschreibung läuft bis zum 31. Juli. Eine Fachjury trifft ihre Entscheidung bis Ende dieses Jahres. Mitglieder sind die Künstler Claudia Busching, Heidi Still und Stefan Krüskemper, der Architekt Klaus Sporer und Bürgermeister Daniel Zimmermann, sagt Bernhard Krebs. Der Sieger erhalte 2000 Euro Preisgeld, der Zweitplatzierte 1500 Euro, der dritte Preis sei mit 1000 Euro dotiert. Jeder Künstler, dessen Werk ausgewählt und im Hotel umgesetzt werde, erhalte eine Aufwandsentschädigung über 250 Euro.

Die Gewinner-Werke sowie 40 ausgewählte Objekte bekommen nicht nur als 2,50 mal 2,50 Meter große Fotografie einen dauerhaften Platz an den Zimmerdecken, sondern auch in einem Kunstkatalog, der im Frühjahr 2018 zur Eröffnung des Hauses (mit Unterstützung der Stadtverwaltung Monheim) vorgestellt wird.

Infos und Kontakt zum Wettbewerb: www.kunst-monheim.de

Quelle: RP
 
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