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Langenfeld
Hubschrauber-Landeplatz vom Tisch: Gegner jubeln

Langenfeld. Firmenchef Gerhard Witte zog Antrag auf Landeplatz an der Dückeburg nach jahrelangem Streit zurück. Von Stephan Meisel

An der Dückeburg in den Reusrather Feldern wird kein Landeplatz für Hubschrauber gebaut. Mit Freude über diese Nachricht, aber auch Kritik an der CDU-Ratsmehrheit kommentieren Gegner dieses seit zweieinhalb Jahren im Raume stehenden Vorhabens dessen in unserer Samstagsausgabe verkündetes Ende. Wie berichtet, hatte der in der Dückeburg wohnende Unternehmer Gerhard Witte angekündigt, aufgrund des Widerstands den bei der Bezirksregierung gestellten Antrag auf einen Start- und Landeplatz für den Helikopter seiner Firma Control-Expert zurückzuziehen.

BGL-Ratsherr Andreas Menzel äußerte sich befriedigt über das nach seinen Worten gute Ende und die Einsicht Wittes, "auch wenn sie sehr spät kommt und wohl auch nicht ganz aus freien Stücken erfolgte". Der Reusrather hatte nach Bekanntwerden des Vorhabens im Juni 2013 gemeinsam mit dem BUND-Ortsvorsitzenden Karl Wilhelm Bergfeld und Günter Striewe den Widerstand in einer Bürgerinitiative organisiert. Auf Unterschriftenlisten und in Einzeleinwendungen an die Bezirksregierung drückten nach Angaben der Initiatoren mehr als 1500 Bürger ihren Protest gegen einen Hubschrauberplatz im Naherholungsgebiet aus. Nach zweieinhalb Jahre langer Hängepartie hatte die für die Genehmigung allein zuständige Bezirksregierung eine Entscheidung für Februar angekündigt. Nach Wittes Rückzieher ist diese nun hinfällig.

BGL-Fraktionschef Gerold Wenzens warf gestern der CDU ("Sie hielt immer die schützende Hand über den Antragsteller") rückblickend vor, in Langenfelder Ratsausschüssen eine von SPD, Grünen und BGL geforderte Klage gegen eine mögliche Zustimmung der Genehmigungsbehörde verhindert zu haben. Gegenüber unserer Redaktion wies CDU-Fraktionschef Jürgen Brüne diese Vorwürfe zurück. "Wir haben nur darauf hingewiesen, dass die Stadt Langenfeld und damit auch wir als Ratsmitglieder für die Genehmigung nicht zuständig sind, sondern die Bezirksregierung. Aber auch wir sind froh, dass sich dieser Streitpunkt nun erledigt hat."

Quelle: RP
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