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Baumberg/Urdenbach
In der Kämpe gibt's jetzt eine Hochzeitswiese

Baumberg/Urdenbach. Der Verein Pro Düsseldorf hat in den Rheinauen eine Wiese mit 30 Pflanz-Plätzen eingerichtet. Von Maximilian Krone

Noch schaut die Wiese am Eingang zur Urdenbacher Kämpe unscheinbar aus. Nur bei genauerem Hinsehen bemerkt man die zarten Baumsetzlinge, die seit diesem Wochenende dort stehen. Denn die Wiese, auf der bis vor kurzem noch Kühe weideten, ist nun Urdenbachs Hochzeitswiese.

30 frisch oder weniger frisch getraute Paare haben dort nun die Möglichkeit, ihrer Liebe durch das Pflanzen eines Apfel- oder Birnbaumes Ausdruck zu verleihen. 14 Bäume sind bereits nach dem ersten Tag gepflanzt. Einer davon gehört Sebastian und Melanie Krug aus Urdenbach. "Wir wollten von Anfang an zu unserer Hochzeit einen Baum pflanzen. Erst auf einem privaten Grundstück, doch dann hörten wir von der Hochzeitswiese", sagt Sebastian Krug. Rund ein Jahr mussten sie nach ihrer Hochzeit auf ihren Setzling - einen Apfelbaum - warten. Vor rund fünf Monaten kam Philipp zur Welt. "Es wäre super, wenn er schon bald Äpfel von unserem Baum essen könnte", sagt Melanie Krug.

"Bis der Baum Früchte trägt, dauert es etwa vier bis sechs Jahre", sagt Gerd Meyer vom Verein "Pro Düsseldorf", auf dessen Initiative die Hochzeitswiese eingerichtet wurde. Dabei sei laut Meyer darauf geachtet worden, besondere und resistente Obstsorten von guter Qualität zu pflanzen. Derzeit gibt es fünf Hochzeitswiesen, die über das Stadtgebiet verteilt sind. Die vierte (in Hubbelrath) ist seit Oktober 2011 voll, und auch in Urdenbach werden in absehbarer Zeit alle 30 Pflanz-Plätze belegt sein. "Es wurde seitens der NRW-Stiftung als Eigentümerin schon signalisiert, dass wir die Wiese in Urdenbach ausweiten können", sagt Meyer. Auch an anderen Stellen in Düsseldorf sind mittelfristig weitere Hochzeitswiesen vorgesehen. "Im kommenden Jahr starten wir mit der Suche und Gesprächen zu einer neuen Wiese", sagt der Sprecher der Initiative Pro Düsseldorf. Informationen zu den Wiesen liegen laut Meyer, wie sollte es auch anders sein, in den Standesämtern aus.

Quelle: RP
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