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Langenfeld/Monheim
In der Stadt fehlen Trinkbrunnen

Langenfeld/Monheim: In der Stadt fehlen Trinkbrunnen
Der bei den Stadtwerken verwahrte Trinkbrunnen des alten Domizils, den Mitarbeiter Axel Voß zeigt, soll als erstes installiert werden. Wo, ist offen. FOTO: rm-
Langenfeld/Monheim. An welcher Stelle wünschen Sie sich einen öffentliche Wasserquelle? Wasserwerkschef Kerl wartet auf Leserideen. Von Stephan Meisel

Wasser ist gesund - und direkt aus der Leitung das preisgünstigste Getränk. Auf dem Gelände der Langenfelder LVR-Klinik steht ein Trinkbrunnen, aus dem Patienten-Ombudsmann Rolf Gassen nach eigenem Bekunden immer wieder gerne einen Schluck nimmt. Solch ein Erfrischungsangebot im Vorbeigehen wünsche er sich auch an weiteren Stellen in Langenfeld, sagt er.

"Trinkbrunnen schmücken das Stadtbild und tragen zur Aufenthaltsqualität bei. In Berlin gibt es mehr als 300 davon." Da wird Gassen diese Ankündigung des Stadt- und Wasserwerkschef freuen: Kersten Kerl plant die Aufstellung mehrerer Trinkbrunnen, doch die Standorte stehen noch nicht fest. In Zusammenarbeit mit der Rheinischen Post bittet das Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim um Vorschläge (siehe Box).

Den ersten Trinkbrunnen hat Kerl bereits im Domizil der Stadt- und Wasserwerke an der Elisabeth-Selbert-Straße auf Lager. Vor dem Fortzug aus der Innenstadt vor zwei Jahren stand dieser Brunnen am Eingangstor Richrather Straße, wurde dann abmontiert und generalüberholt. "Eine Möglichkeit ist es, ihn wieder an diese Stelle zu setzen", sagt Kerl. "Aber dazu müsste auf dem Gelände erst das neue Baugebiet fertig sein, damit nicht ein Bagger den Brunnen kaputtfährt." Grundsätzlich sei das Verbandswasserwerk offen für Standortvorschläge der Leser jedweder Art. "Das kann im Zentrum sein, aber auch in Richrath, Reusrath oder anderen Ortsteilen. Wir werden dann prüfen, ob ein Trinkbrunnen an die vorgeschlagene Stelle passt."

Langenfelds Planungsamtschef Stephan Anhalt befürwortete auf Anfrage unserer Redaktion Kerls Vorhaben. "Solche Trinkbrunnen werden von durstigen Passanten sicher gut angenommen." Wenn die Wasserspender schön gestaltet sind, sollten sie nach Anhalts Worten eher an zentralen Plätzen stehen. "Damit sie nicht mutwillig zerstört werden, ist ein bisschen öffentliche Kontrolle schon gut."

Vielleicht lässt sich mit etwas einfacher und robust gestalteten Trinkquellen ja aber auch der sehnliche Wunsch von Hobbyläufern erfüllen, die durch die Felder und Wälder joggen. "Ein Brunnen an Laufstrecken zur Erfrischung zwischendurch wäre eine tolle Sache", sagt Bastian Köchling aus dem Langenfelder Sportreferat. Mit einer Flasche in der Hand oder im Gürtel zu laufen, sei störend. "Ich mache das auch nicht, trinke dann eben erst zu Hause beziehungsweise nach der Rückkehr zum geparkten Auto. Am Brunnen könnten Läufer die Erfrischung gleich mit Dehnübungen verbinden." Und Spaziergänger, Wanderer oder Radfahrer würden wohl ebenfalls gerne einen Schluck nehmen.

Der Knipprather Wald auf Monheimer Gebiet liegt für solch ein Vorhaben quasi an der Quelle, schließlich wird dort aus dem Untergrund das heimische Trinkwasser ins Leitungsnetz gepumpt. "Es muss vorher aber erst im Wasserwerk aufbereitet werden", betont Kerl. "Direkt aus dem Boden in den Trinkbrunnen - das geht nicht. Da würd das Gesundheitsamt einen Strich durch die Rechnung machen. Erst wenn Eisen- und Mangan-Verbindungen entfernt und danach Proben entnommen seien, laufe das Trinkwasser in die Leitungen. Und könne dann in Waldnähe auch in einem Brunnen plätschern.

"Wir wollen ja, dass die Leute unser Wasser trinken", sagt Kerl. Dafür werbe sein Unternehmen mit dem Gratisausschank bei Stadtfesten, und in diesem Sinne seien auch mehrere Trinkbrunnen sinnvoll. "Natürlich kostet uns das auch etwas Geld, so dass wir das Vorhaben gegebenenfalls erst nach und nach umsetzen werden."

Quelle: RP
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