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Langenfeld
Industrieverein beklagt die vielen Baustellen

Langenfeld. Christoph Jansen von Straßen NRW: "Bis zum Bau der A1-Brücke muss hier alles fertig sein." Von Martin Mönikes

Die schwierige Verkehrssituation in und um Langenfeld herum hat der Industrie-Verein Langenfeld zum Anlass genommen, Christoph Jansen von Straßen NRW, Regionalleiter Niederrhein, als Referenten zum Stammtisch einzuladen. Rund 110 Vertreter der örtlichen Wirtschaft, des Handels und der Industrie haben sich im Berghausener Blumentopf über die problematische Verkehrssituation ausgetauscht.

Denn seit der ersten Teilsperrung der A 542 im April dieses Jahres klagen Bürger und Betriebe über Staus, die durch die gleichzeitigen Bauarbeiten an der Berghausener Straße und einigen Radwegen verstärkt und als existenzbedrohend wahrgenommen werden.

Dipl.-Ing. Jansen koordiniert die Baustellen auf den Landesstraßen. Er hat zuvor in der Kölner Niederlassung den Bau der neuen Leverkusener A 1-Rheinbrücke vorbereitet. Dieser für das gesamte deutsche Autobahnnetz extrem wichtige Brückenbau sei, so Jansen, ursächlich für die zeitgleichen Bauarbeiten. "Alle Straßenbaumaßnahmen im Großraum Köln müssen bis Sommer 2017 fertig sein, um Ausweichverkehr aufnehmen zu können".

Deshalb seien die gleichzeitigen Baumaßnahmen "alternativlos", und er ist sicher, die "deutlichen Verbesserungen im Umfeld der Abfahrt Berghausens und der Berghausener Straße sind in wenigen Tagen spürbar". Vordringliches Ziel bei allen Planungen seien "die Reduzierung der verkehrlichen Auswirkungen und die Sicherstellung der vertragsgerechten Ausführung."

Eine Rolle spielen auch die deutlich strengeren Vorschriften zur Sicherung der Autobahnarbeiter "da sind oft Vollsperrungen unvermeidlich".

Straßen NRW sei bemüht, alle lokalen Besonderheiten zu berücksichtigen. Fehler seien nicht ausgeschlossen, wie der zeitgleiche Radwegebau an der Hitdorfer Straße. Doch Korrekturen seien auch in der Bauphase möglich, siehe Not-Zufahrt von der Bergischen Landstraße auf die A 542, die bis nächsten Montag fertig sein wird.

In der Diskussion appellierten die Mitglieder des Industrievereins an Jansen, die in Höhe Langenfeld auch noch in 2017 geplanten Baumaßnahmen auf der A 3 erst dann zu beginnen, wenn die A 542 tatsächlich wieder uneingeschränkt befahrbar sei.

Gregor Berghausen, seit einem Jahr Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, warb bei den Vertretern von Handel und Industrie für die Metropolregion Rheinland. "Nur als solche hat das Rheinland Chancen, im Wettbewerb mit anderen europäischen Regionen etwa um London, Paris oder Madrid herum."

Zusätzlich ermunterte er die Firmenchefs, die Digitalisierung in ihren Betrieben voranzutreiben, um Prozesse zu beschleunigen und nicht den Anschluss zu verlieren. "Kommen Sie von der Sensibilisierung zur Realisierung" war sein Wunsch für 2017, den er auch bei der IHK selbst zu beherzigen versprach.

Der Landtagsabgeordnete Jens Geyer (SPD) berichtete von den für Unternehmer wichtigen landespolitischen Themen wie Landesentwicklungsplan, Tariftreue- und Vergabe-Gesetz, Sonntagsöffnungszeiten und Klimawandel.

Übrigens: Noch in 2017 soll die A 3 von der Anschlussstelle Opladen bis zum AK Langenfeld ausgebaut werden, auch der weitere Ausbau vom AK Langenfeld bis AK Hilden gehört zu den Arbeiten, die vor Beginn des Baus an der Leverkusener Brücke fertig sein sollen. Der Kreisverkehr am Ende der A 542 Richtung Hitdorf im Bereich des Kreuzes A 59/A542 wird auch in 2017 durch die Stadt Monheim gebaut, wird aber mit relativ geringen Einschränkungen verbunden sein.

Quelle: RP
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