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Kreis Mettmann
Integrationshelfer warten auf Flüchtlinge

Kreis Mettmann: Integrationshelfer warten auf Flüchtlinge
Projektleiterin Marion Taha (vorne) und Martina Würker vom Mettmanner Jobcenter im Eingangsbereich der neuen Anlaufstelle FOTO: Janicki
Kreis Mettmann. In Mettmann ist der "Integration Point" für das Kreisgebiet eröffnet worden. Er verknüpft Hilfen verschiedener Stellen. Von Christoph Zacharias

Die Agentur für Arbeit Mettmann und das Jobcenter ME-aktiv haben in Mettmann an der Oetzbachstraße 1 den "Integration Point" eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Anlaufstelle für Flüchtlinge aus dem gesamten Kreisgebiet, wie Martina Würker, Leiterin aller Jobcenter im Kreis mitteilt. Flüchtlinge, die eine Aufenthaltsgestattung erhalten haben, also in Deutschland bleiben dürfen, erhalten hier wichtige Hilfestellung. Und zwar bei der Suche nach Arbeit, nach Integrationskursen und Weiterqualifikationsmöglichkeiten. Außerdem bekommen sie hier Leistungen nach dem SGB II. Darauf haben geschätzte 450 Flüchtlinge im Kreis Anspruch.

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Bislang mussten anerkannte Flüchtlinge mehrere Stellen ansteuern. Das fällt nun weg. In Mettmann sind diese Dienststellen unter einem Dach. "Ab Januar kommt noch der Kreis hinzu, der hier eine Außen- beziehungsweise Informationsstelle der Ausländerbehörde und des Kreissozialamtes einrichtet." Enge Verbidungen existieren zudem mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Düsseldorf.

Agentur und Jobcenter haben zwei Etagen des Büro- und Geschäftshauses an der Oetzbachstraße gemietet. "Wir konnten die ehemaligen Räume des alten Arbeitsamtes und des Jobcenters wieder nutzen", sagt Würker. Der Teppichboden wurde gereinigt, die Wände wurden gestrichen. Leitungen und EDV-Verbindungen können weiter genutzt werden. Das spart Geld und Zeit.

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Die Idee für einen Integrations- Point wurde erst vor einigen Wochen "geboren". In Düsseldorf gibt es so eine Einrichtung bereits seit Septeber. Sie arbeitet erfolgreich.

Anerkannte und geduldete Flüchtlinge erhalten im Mettmanner Integration Point schnelle Hilfe bei Fragen zur Jobsuche. Sie bekommen hier Arbeitslosenhilfe, Wohngeld und einen Zuschuss für die Wohnungseinrichtung. Aber: "Wir versuchen natürlich, diese Menschen so schnell als möglich in Arbeit zu bringen, sie zu qualifizieren. Denn, nur wer eine Ausbildung hat, wird auf Dauer eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben", sagt Würker. Tipps für den "schnellen Euro" sollen hier nicht aufgezeigt werden.

Die Sprache, so Würker, ist der Türöffner für die Integration. Auch hier setzt die Hilfe an. Es werden an der Oetzbachstraße Sprachkurse vermittelt. "Wir arbeiten eng mit der Kreishandwerkerschaft, der VHS und der Euroschule zusammen, die Sprachkurse anbieten." 16 Mitarbeiter betreuen und beraten derzeit die Klienten. "Das Team wird in den nächsten Wochen noch um mindestens zwei Mitarbeiter verstärkt", sagt Projektleiterin Marion Taha, die auch als Ehrenamtlerin in der Flüchtlingshilfe arbeitet. Die Mitarbeiter haben sich freiwillig für die neuen Aufgaben gemeldet. Sie seien hochmotiviert, sagt Würker. "Wir wollen auch ein wenig Willkommenskultur vermitteln. Immerhin haben diese Menschen Krieg und Flucht erlebt." Die Mitarbeiter prüfen stets den Einzelfall und entscheiden individuell.

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Quelle: RP
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