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Monheim
Jugendamt warnt vor K.o.-Tropfen

Monheim. Gerade in der Karnevalszeit besteht erhöhte Gefahr vor allem für Mädchen und junge Frauen.

Vor so genannten K.o.-Tropfen warnen gerade zur Karnevalszeit die städtische Gleichstellungsbeauftragte Gisela Herforth und das Jugendamt. Besonders Mädchen und junge Frauen seien gefährdet, da die K.o.-Tropfen oft als Droge benutzt würden, um sie willenlos zu machen. Weil die Tropfen meist farb- und geruchlos seien, könnten sie leicht unbemerkt unter ein Getränk gemischt werden. Die Wirkung ist mehr als schlimm: Kontroll-, Realitäts- und ein mehrstündiger totaler Erinnerungsverlust. Die Tatorte sind in der Regel Diskotheken, Gaststätten und jetzt im Karneval auch die Straße.

Potentielle Täter sollten aber wissen, dass nicht allein die Beschaffung und der Besitz dieser K.o.-Tropfen teilweise strafbar sind, weil dies einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz darstellt, warnt die Stadt. Vielmehr können sie ihre Opfer damit in Lebensgefahr bringen, schlimmstenfalls sogar umbringen. Denn hinter der recht harmlos klingenden Bezeichnung K.o.-Tropfen verbergen sich Medikamente und teilweise gefährliche Substanzen, von denen oft schon ein Milligramm über Leben und Tod entscheiden könne.

Mädchen und jungen Frauen gibt das Jugendamt folgende Tipps:

- Getränke nur in geschlossenen Flaschen kaufen oder bei der Bedienung selbst bestellen und entgegennehmen.

- Keine Getränke von Unbekannten entgegennehmen.

- Nicht aus fremden Flaschen oder Gläsern trinken.

- Eigene, offen stehende Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen. Freundinnen sollten aufeinander achten.

- Hilfe und Misstrauen sind nötig, wenn es der Freundin plötzlich schlecht wird und Fremde sich um sie kümmern wollen.

Beim Verdacht, K.o.-Tropfen geschluckt zu haben, sollte die Notambulanz eines Krankenhauses aufgesucht werden. Auch die Polizei ist einzuschalten.

(elm)
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