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Langenfeld
Jugendarbeiter feiern Sommerfest

Langenfeld. Die Städte Hilden, Solingen und Langenfeld vernetzen sich.

Wuchtige Rhythmen dröhnen aus den Boxen. Gregory alias "Grecco" rappt auf der Freilichtbühne im Freizeitpark. Die Verse handeln von seinem Traum, mit Musik bekannt zu werden, den täglichen Problemen Jugendlicher und dem Stress des Erwachsenwerdens. Der 19-Jährige ist einer der Musiker, die beim gemeinsamen Sommerfest der Jugendarbeiter aus Langenfeld, Hilden und Solingen auftreten.

Auf die Frage, was Jugendliche bewege, antwortet er, ohne lange zu überlegen: "Orientierungslosigkeit". Der Übergang zwischen Schule und Beruf und die Suche nach der eigenen Identität sei in der modernen Informationsgesellschaft nicht einfach. "Viele leben im Moment und vergessen dabei die langfristige Perspektive", meint Gregory. Die zahlreichen Möglichkeiten überforderten viele seiner Altersgenossen. "Bis dann irgendwann die Realität einschlägt." Wenn das der Fall ist, sind Yvonne Laun (Langenfeld), Stafan Ermertz (Solingen) und Sascha Göbeler (Hilden) zur Stelle. Sie arbeiten in ihren jeweiligen Städten in der aufsuchenden Jugendarbeit und gehen gezielt dorthin, wo Jugendliche "abhängen": Spielplätze, Skateranlagen, Schulhöfe, Einkaufszentren. "Wir stellen uns vor, sagen was wir machen und bieten Hilfe oder Beratung an", sagt Laun. Die Themen seien vielfältig: "Das reicht von Bewerbungstrainings über Schwangerschaftsberatung bis hin zu Drogenhilfe." Zudem gebe es auch sportliche Angebote. Letztere nutzen auch Justin Düster (19) und Sezer Cengiz (17) aus Langenfeld. Sie spielen Fußball. Auch bei den Bewerbungstrainings waren sie schon dabei. "Es ist sehr gut, dass es so etwas gibt", sagt Justin.

(dora)
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